Wintercup im RTC in Timmel  Landesligist Firrel ist auch in der Reithalle nicht zu schlagen

Helmut Borgmann
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Von Helmut Borgmann
| 22.01.2023 16:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Am ganzen späten Samstagabend stand der Sieger fest: Grün-Weiß Firrel. Reinhard Grotlüschen (links mit Pokal) und seine Mitspieler feiern den nächsten Turniersieg. Foto: Doden/Emden
Am ganzen späten Samstagabend stand der Sieger fest: Grün-Weiß Firrel. Reinhard Grotlüschen (links mit Pokal) und seine Mitspieler feiern den nächsten Turniersieg. Foto: Doden/Emden
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Im Endspiel setzten sich die „Hallenkönige“ klar gegen Nordhorn durch. Ein einziger Treffer fehlte zu einem rein ostfriesischen Finale. Aber nicht nur die Herren waren am Ball.

Timmel -. Es ist genau 22:45 Uhr am Samstagabend in der Timmeler Reithalle: Nach mehr als fünfstündigem „Budenzauber“ konnte Firrels Reinhard Grotlüschen freudestrahlend den riesigen Siegerpokal in die Luft stemmen. Zuvor hatten die grün-weißen „Hallenfußball-Könige“ vor rund 400 Zuschauern den SV Eintracht Nordhorn im Endspiel deutlich mit 4:0 bezwungen und damit nach den Leeraner Futsal-Kreismeisterschaften und dem Aurich-Cup schon das dritte Hallenturnier hintereinander gewonnen.

Der SV Großefehn (rechts Tobias Hillers) wurde in der Vorrunde Dritter. Foto: Doden/Emden
Der SV Großefehn (rechts Tobias Hillers) wurde in der Vorrunde Dritter. Foto: Doden/Emden

Auf dem gut präparierten Sandboden in der Timmeler Reithalle spielten zehn Herrenfußballteams, die in zwei Gruppen aufgeteilt waren, um den Siegerpokal. Es wurde mit fünf Feldspielern und einem Torhüter gespielt. Schon früh trennte sich in der Gruppe A die Spreu vom Weizen und mit dem TuS Esens und Eintracht Nordhorn standen die spielstärksten Teams an der Tabellenspitze. Im Spitzenspiel dieser Gruppe trennten sich die beiden Teams mit einem leistungsgerechten 0:0, so dass das letzte Spiel des TuS Esens um den Gruppensieg und die Finalteilnahme entscheiden musste. Hier brauchten die Bärenstädter unbedingt einen Erfolg mit sieben Toren Unterschied. Dank zahlreicher großartiger Paraden von Niklas Geiken, dem Schlussmann von SG Timmel/Stikelkamp/Jheringsfehn, gewann der TuS „nur“ mit 6:0 und musste sich somit mit dem Spiel um Platz drei begnügen.

Spaßfaktor im Sand sehr hoch

In der Gruppe B konnten sich erwartungsgemäß die beiden Topmannschaften des GW Firrel und SV Larrelt durchsetzen. Das Duell um den Einzug ins Finale gewannen die Grün-Weißen nach Toren von Reinhard Grotlüschen, Nico Gereke (Neuzugang vom VfL Oldenburg) und Henning Röbke bei einem Gegentreffer von Tobias Damm verdient mit 3:1. Henning Röbke, von Haus aus Abwehrchef bei den Grün-Weißen, spielte bei diesem Turnier wie bei den vorherigen als Sturmspitze und hatte sichtlich Spaß am Spiel auf dem sandigen Geläuf: „Dieses Turnier ist ein großartiger Auftakt für unsere Trainingsvorbereitung auf die zweite Saisonhälfte. Für uns Fußballer ist heute besonders die Kraftausdauer gefordert. Außerdem müssen wir wegen der vielen Unwägbarkeiten auf dem Sandboden immer handlungsschnell reagieren. Aber deshalb ist auch gerade der Spaßfaktor so groß.“

Dem TuS Esens (links Torben Freudenberg) fehlte nur ein Tor, um das Finale zu erreichen. Foto: Doden/Emden
Dem TuS Esens (links Torben Freudenberg) fehlte nur ein Tor, um das Finale zu erreichen. Foto: Doden/Emden

Da das Spielen auf dem Sandboden enorm viel Kraft gekostet hatte, einigten sich der TuS Esens und der SV Larrelt darauf, den dritten Platz im Neunmeterschießen auszutragen. Hier hatten die Bärenstädter mit 5:3 Toren das bessere Ende für sich.

Viele Zuschauer bei Jugendturnieren

Im Finale konnte Lasse Härtel den Landesligisten schon früh in Führung bringen. Danach kamen die Emsländer immer besser ins Spiel und hatten auch einige hochkarätige Möglichkeiten, um den Ausgleich zu erzielen. GW-Keeper Rene Carstens erwies sich jedoch als Meister seines Faches. Nach dem 2:0, für das sich erneut Lasse Härtel verantwortlich zeichnete, war die Entscheidung gefallen. Michael Olbrys und Nik Oeltjen-Bruns erhöhten noch auf 4:0. Auch die beiden Schiedsrichter Christian van Vügt (Fortuna Veenhusen) und Jendrik Janßen (SV Petkum) zeigten sich vom Turnier und vor allem vom sportlichen Auftritt der zehn Teams begeistert. „Das Turnier war super organisiert, die Atmosphäre war klasse und es hat uns großen Spaß gemacht, hier auf Sand zu pfeifen“, bilanzierte Janßen.

Im Finale ließ GW Firrel Bezirksligist Nordhorn beim 4:0 keine Chance. Foto: Doden/Emden
Im Finale ließ GW Firrel Bezirksligist Nordhorn beim 4:0 keine Chance. Foto: Doden/Emden

An den übrigen Turniertagen fanden auch zahlreiche Jugendturniere statt. So gewann am Freitagnachmittag die D1-Jugend von Egels-Popens als klassentiefere Mannschaft gegen die SpVg Aurich vor über 500 Zuschauern mit 2:1. Auch die E2-Mannschaften des jüngeren E-Jugend-Jahrgangs hatten sehr viel Spaß. Hier kämpften fünf Mannschaften im Modus „Jeder gegen Jeden“ um den Sieg. „Aber bei den Kindern kommt es uns gar nicht auf den Sieger an. Jeder einzelne Spieler bekommt als Erinnerung einen Pokal und ist stolz wie „Bolle“, wenn er diesen mit nach Hause nehmen kann. Die strahlenden Kinderaugen sind der schönste Lohn für uns“, berichtete Timmels 2. Vorsitzender Kai Walther, der die Organisation für die Jugend innehatte und mit seinem 20-köpfigen Organisationsteam von morgens bis abends in der Halle stand.

Am Sonntag standen die Turniere der F- und G-Jugendlichen auf dem Programm. Sage und schreibe 1000 Zuschauer hatten sich auf den Weg gemacht, um zuzuschauen. „Es war eine wahre Freude, mit welcher Begeisterung die Kleinsten bei der Sache waren“, berichtete Ludwig Meyer, 1. Vorsitzender vom Gastgeber TuS Timmel. „Von den Zuschauerzahlen hatten wir in etwa die gleiche Anzahl wir vor der Pandemie. Damit sind wir sehr zufrieden und freuen uns schon sehr auf die 14. Auflage dieses besonderen Turniers im Januar 2024.“

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