Dortmund  3000 Fans begleiten VfL Osnabrück zu Borussia Dortmund II

Harald Pistorius, Benjamin Kraus
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Von Harald Pistorius, Benjamin Kraus
| 24.01.2023 19:55 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Fans von Osnabrueck zünden nach dem Tor zum 1:1 Bengalos im Singal Iduna Park Foto: www.imago-images.de
Die Fans von Osnabrueck zünden nach dem Tor zum 1:1 Bengalos im Singal Iduna Park Foto: www.imago-images.de
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Fast 13 Jahre war es her, das letzte Fußballfest mit Beteiligung des VfL Osnabrück im Signal Iduna Park. Auch an diesem Dienstag machten tausende mitgereiste Osnabrücker die Partie zu einem Heimspiel - und jubelten am Ende erneut über einen 2:1-Sieg.

Schon eine halbe Stunde vor dem Anpfiff schickten sie ihren ersten lauten Gruß durch die riesige Arena: „Wir sind die Osnabrücker, wir sind immer da“, hallte es von den Fans des VfL Osnabrück durch das größte Stadion der Republik und als Echo zurück von den weitgehend leeren Rängen der Südtribüne. In der legendären Gelben Wand entfalten zu Bundesliga-Heimspielen knapp 25.000 Fans ihre Wucht - gegen den VfL hielten nur etwa 150 ihrer U23 die Treue.

So gehörte der Signal Iduna Park den Fans des VfL Osnabrück: Exakt 2.736 waren es am Ende allein auf der Nordtribüne, die ihre Lila-Weißen begleiteten, deutlich mehr als am Wochenende noch in der Bundesliga mit dem FC Augsburg mit nach Dortmund gereist waren. Der BVB hate deshalb kurzfristig einen weiteren Auswärtsblock geöffnet, sodass die Osnabrücker fast den gesamten Unterrang hinter dem Tor füllten. Es war der stärkste Auswärts-Support bisher in dieser Spielzeit - und das beim erst vor fünf Tagen angesetzten Nachholspiel am Abend unter der Woche, in dem der (vor der Partie) Tabellenzehnte der 3. Liga beim 16. antrat.

Das frühe Gegentor - bereits zum achten Mal in dieser Saison kassierte der VfL einen Treffer in der Anfangsviertelstunde - konnte die gute Laune der Osnabrücker nicht trüben: Wechselgesänge setzten früh ein, sowohl zwischen Sitz- und Stehplatzbereich, als auch beim VfL-Schlachtruf, der sich mit jedem Buchstaben von links nach rechts fortpflanzte. Die angeschlagene Lautstärke beim „Hier regiert der VfL“ war beeindruckend. Richtig still wurde es eigentlich nur in der 34. Minute in jenen Sekunden, als Ba-Muaka Simakala zum Elfmeter antrat: Die spannungsgeladene Stille mündete in befreiten Jubel, als die Lila-Weißen erstmals in dieser Partie führten.

Beide VfL-Tore begleiteten VfL-Anhänger mit der Zündung von je fünf bengalischen Fackeln, vereinzelt kamen weitere während der laufenden Partie hinzu. Mit den bei fortschreitender Spieldauer sinkenden Temperaturen kamen die Anhänger auch gut zurecht: Das Hüpfen vertrieb die Kälte - und die Sitzplatzbesucher kamen der Aufforderung, aufzustehen, wenn sie Osnabrücker sind, gerne nach.

Am Ende stand mit dem 2:1 exakt das gleiche Ergebnis wie vor fast 13 Jahren, als der VfL mit einem Sieg im großen Stadion Kurs Richtung Aufstieg in die 2. Bundesliga nahm. Davon ist der aktuelle VfL noch ein Stück entfernt - aber er hat als inzwischen Achter bei nur noch acht Punkten Rückstand auf die Aufstiegszone auch noch eine ganze Rückrunde in der Hinterhand...

Der Liveticker der Partie zum Nachlesen

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