Hamburg  So viel Geld verdienen Beschäftigte im öffentlichen Dienst

Jakob Patzke
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Von Jakob Patzke
| 25.01.2023 12:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der öffentliche Dienst umfasst unter anderem Busfahrer, Müll- und Feuerwehrleute und Pflegepersonal. Foto: picture alliance/dpa
Der öffentliche Dienst umfasst unter anderem Busfahrer, Müll- und Feuerwehrleute und Pflegepersonal. Foto: picture alliance/dpa
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Seit Dienstag laufen die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Die Beschäftigten fordern mehr Lohn für ihre Arbeit. Doch wie viel verdienen Pflegekräfte, Müllwerker und Kita-Mitarbeiter überhaupt? Eine Auswahl.

Am Dienstag haben die Tarifverhandlungen für mehr als 2,5 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst begonnen. Es geht um das Einkommen unter anderem von Müllwerkern, Erziehern, Pflegepersonal und Busfahrern, aber auch Feuerwehrleuten, Ärzten und Förstern.

Die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund dbb fordern 10,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hatte bereits signalisiert, dass die Forderung „schlicht nicht leistbar“ seien. „Wir haben Verständnis für die Sorgen der Beschäftigten angesichts der aktuell hohen Inflation, aber auch die kommunalen Arbeitgeber befinden sich in einer enorm schwierigen Lage“, erklärte dazu VKA-Präsidentin Karin Welge.

Doch wie viel Lohn erhalten die Beschäftigten im öffentlich Dienst eigentlich? Hierzu hilft ein Blick in den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Dieses Dokument zeigt, welche Gehaltsstufen für den jeweiligen Beruf gelten. Dazu werden die Mitarbeiter je nach Position unterschiedlichen Entgeltgruppen zugeordnet.

Innerhalb dieser Gruppen werden die Mitarbeiter anhand ihrer Erfahrung klassifiziert. Heißt: Wer schon länger im öffentlichen Dienst beschäftigt ist, wird höher eingestuft und bekommt entsprechend mehr Geld. Allerdings variieren die Gehälter je nach Bundesland.

Sehen Sie in der Statista-Grafik die Anzahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Deutschland von 2000 bis 2021:

Die Ausbildungszeit in der Altenpflege beträgt 36 Monate. Danach kümmert sich das Personal um hilfsbedürftige ältere Menschen. Dabei geht es in erster Linie um die Unterstützung im Alltag, etwa bei der Körperpflege, beim Essen oder beim Anziehen. Nach Angaben von Verdi verdienen Altenpfleger im öffentlichen Dienst zwischen 2479 und 2733 Euro brutto im Monat.

Die berufliche Weiterbildung zum Amtsarzt dauert 60 Monate. Danach befassen sie sich mit der Gesundheitsaufsicht und Präventionsmaßnahmen. Dazu gehören medizinische Eignungsprüfungen, Untersuchungen zur Verbeamtung sowie Maßnahmen zur Wiedereingliederung. Laut der Gewerkschaft Verdi verdienen Amtsärzte zwischen 4180 und 5879 Euro brutto im Monat.

Lesen Sie auch: Gehaltserhöhung: So handeln Sie trotz Krise mehr Geld heraus

Nach einer Ausbildungszeit von 36 Monaten gehört zum Aufgabengebiet von Bus- und Straßenbahnfahrer deutlich mehr als das sichere Befördern von Fahrgästen. Hinzu kommen laut Verdi Fahrzeugmanagement, Personalplanung, Kundendienst, Marketing sowie Öffentlichkeitsarbeit. Demnach erhalten Bus- und Straßenbahnfahrer einen Lohn zwischen 2479 und 2733 Euro brutto pro Monat.

Die Ausbildung zum Erzieher in Vollzeit dauert 24 bis 36 Monate. Danach können die Erzieher beispielsweise in Kindergärten und Wohnheimen arbeiten. Sie können jedoch auch eine beratende Funktion einnehmen. Der Monatslohn schwankt bei Erziehern besonders. Je nach Einsatzort und Bundesland liegt es etwa bei 3305 Euro brutto pro Monat, heißt es auf dem Infoportal des öffentlichen Dienstes.

Zu den Beschäftigten im öffentlichen Dienst gehören auch Forstwirte. Nach einer 36-monatigen Ausbildungszeit kümmern sie sich um die Nutzung und den Erhalt des Waldes. Dazu gehört unter anderem das Anlegen von Kulturflächen sowie das Ernten von Holz. Damit verdienen sie zwischen 2121 und 2234 Euro brutto pro Monat.

Korrekt heißen Müllwerker „Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Sie kümmern sich um das Sammeln und Sortieren von Müll sowie die Wiederverwertung beziehungsweise die umweltschonende Entsorgung. Dazu gehört eine Ausbildung von 36 Monaten. Danach verdienen sie laut der Gewerkschaft Verdi etwa 2273 Euro brutto im Monat.

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