Lehrermangel im Land Niedersachsen braucht einen echten Bildungs-Booster
Bildung hat in Niedersachsen einen viel zu geringen Stellenwert. Das muss sich ändern. Außerdem braucht es Anreize, um Lehrer aus ihrer Komfortzone zu holen.
Statt besser, wird es immer noch schlimmer: Für die errechnete Zahl an Unterrichtsstunden gibt es längst nicht genügend Lehrer. Die Unterrichtsversorgung an Niedersachsens Schulen ist demnach auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Erfassung vor 20 Jahren gesunken. Schuld daran ist freilich nicht die neue Ministerin Julia Willie Hamburg, die seit gerade einmal drei Monaten an der Spitze des Kultusministeriums steht. Es ist aber die vordringliche Aufgabe der Grünen-Politikerin, das Problem in den Griff zu bekommen.
Nur zur Erinnerung: An unseren Schulen lernen die Arbeitskräfte von morgen. Dabei ist es egal, ob sie später ins Handwerk gehen, eine Ausbildung beginnen oder sich an einer Uni einschreiben. Wichtig ist, dass die jungen Menschen in der Schule so gut wie möglich auf ihre künftige Laufbahn vorbereitet werden.
Da hilft die „Krücke“, auf Quereinsteiger aus anderen Berufen zu setzen, nur bedingt. Es braucht in Niedersachsen einen echten Bildungs-Booster mit Lehrern, die hochmotiviert sind und umso besser verdienen, je mehr sie sich reinhängen.
Schade eigentlich, dass das Land so gar nichts von Leistungsprämien für besonders engagierte Lehrer wissen will. Sie wären durchaus geeignet, Pädagogen nach Niedersachsen zu locken und dem Lehrermangel kurzfristig zumindest in Teilen zu begegnen.