Ostfriesenmoor Picco von Groote überzeugte Premierenpublikum als Ann Kathrin Klaasen
Im Norder Theater an der Oberschule wurde am Donnerstag erstmals seit der Pandemie wieder ein Ostfriesenkrimi live vor Publikum vorgestellt. Mit dabei war auch das Filmteam der Schiwago GmbH.
Norden - Am Ende gab es großen Applaus und zufriedene Gesichter: Die Filmpremiere von „Ostfriesenmoor“ vor rund 400 geladenen Gästen in der Oberschule in Norden kann man durchaus als gelungen bezeichnen. Das Team der Produktionsfirma Schiwago GmbH aus Berlin überzeugte mit ihrer mittlerweile siebten Ostfriesenkrimi-Verfilmung sogar diejenigen, die ausdrücklich keine Klaus-Peter-Wolf-Fans sind. Großen Anteil daran hat auch Picco von Groote, die nach Christiane Paul und Julia Jentsch die Rolle von Kommissarin Ann Katrin Klaasen übernommen hat. Das breite Publikum kann sich davon am Sonnabend um 20.15 Uhr im ZDF ein Bild davon machen.
„Das ist gut gemachte Fernsehunterhaltung, da kann man nichts sagen“, sagte Ronald Böhmer, der bei der Stadt Norden im Fachdienst Stadtentwicklung arbeitet und sich derzeit um die Entwicklung des Doornkaat-Geländes kümmert. Auch, wenn er die Bücher zur Filmvorlage nicht gelesen hat, gefiel ihm, was er gesehen hatte.
Besuchern gefiel Picco von Groote besonders gut
So ging es auch Anja und Carsten Freye, die extra aus Lotte bei Osnabrück zur Filmpremiere angereist waren. Auf anderen Klaus-Peter-Wolf-Veranstaltungen waren die Fans schon häufiger. Bei einer Filmpremiere eines Ostfriesenkrimis noch nie. Carsten Freye gefiel vor allem Picco von Groote, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. „Ein rund um gelungener Abend“, sagte auch seine Frau.
Mit dieser Meinung standen die Beiden an diesem Abend nicht alleine da. Renate Herlyn aus Norden war mit ihrer Tochter Hilke Schröder gekommen. Währen die Mutter eingefleischter Fan ist und jedes Buch kennt, sagte die Tochter von sich: „Ich habe auch schon mal ein Buch gelesen“. Welche Geschichte sie im Film erwartete, wusste sie aber nicht. Am Ende sagte sie: „Ich fand es total gut.“ Auch ihre Mutter Renate Herlyn war richtig begeistert und gab zu, die ersten Filme hätten ihr nicht so sehr gefallen. Das änderte sich am Donnerstagabend. „So können die weitermachen“, sagte sie nach der Premiere.
Bürgermeister Florian Eiben hat Großes vor mit der Filmstadt Norden
Neben vielen angereisten Fans und Norder Bürgern ließen es sich auch Bürgermeister Florian Eiben und Kurdirektor Stefan Krieger die Filmpremiere nicht entgehen. Für Producer von Schiwago Simon Grohe, der durch den Abend führte, sind vor allem diese Beiden, Personen, die für die Filmcrew „Knöpfe drücken“ und das ganze Team unterstützen. „Wir freuen uns als Stadt, dass nach vier Jahren endlich wieder eine Filmpremiere in Norden haben können. Wir hoffen, dass wir jetzt ins neue Jahrzehnt starten und künftig mindestens einmal im Jahr eine solche Premiere hier haben können“, sagte Florian Eiben. Für ihn gehört die Crew von Schiwago mittlerweile schon in der Stadt dazu. „Wir freuen uns, wenn die Schiwagos in der Stadt sind. Wir sind stolz und dankbar, euch hier zu haben. Ihr seid Teil der Norder Familie. Und in den nächsten Jahren haben wir alle hier noch ganz viel vor, wenn wir über die Filmstadt Norden reden“, kündigte Eiben an.
Der hatte sich im Vorfeld als eingefleischter Klaus-Peter-Wolf-Fan geoutet. Er kenne jedes Buch, sagte Eiben. Auch wenn er in den vergangenen Jahren aus Zeitgründen auf die Hörbuchvariante gewechselt sei. Die höre er immer im Auto. Sogar den 17. Ostfriesenkrimi, Ostfriesengier, der erst am Dienstag erschienen ist, hat Eiben schon begonnen, erzählte er.
Autor selbst war mehr als zufrieden
Klaus-Peter Wolf war an diesem Abend mehr als zufrieden. „Ich finde, der Film ist sehr gut gemacht“, sagte er. „Du merkst bei Schiwago, dass die gnadenlos gut casten. Das sind richtige Typen, die die Rollen übernehmen, nicht nur Leute, die gut aussehen“, so der Autor.
Abseits vom Film kam bei den Besuchern, aber auch bei Klaus-Peter Wolf selbst, vor allem eine Filmbox an, in der sie sich mit Aufstellern von Klaus-Peter Wolf und seiner Frau Bettina Göschl zusammen fotografieren lassen konnten. Diese Chance nutzten Wolf und Göschl dann auch selbst.
Zu den Ehrengästen zählten auch viele, die die Filmarbeiten aktiv unterstützt haben, wie die DLRG, die Polizei, Mitarbeiter des Tourismusservice und der Stadt Norden, aber auch Vermieter der Filmcrew-Unterkünfte und Menschen, die ihre Wohnungen als Drehorte zur Verfügung gestellt haben. All jeden dankte Producer Simon Grohe stellvertretend für die große Unterstützung, die das Team jedes Mal in der Stadt Norden und von den Nordern erhalte. Am Ende holte Simon Grohe noch einmal alle anwesenden Schauspieler auf die Bühne: Darunter Picco von Groote, Marie Schöneburg und Rebecca Rudolph. Der beliebte Barnaby Metschurat, der von Anfang an die Rolle des Rupert verkörpert, war selbst nicht vor Ort, weil er auf die Geburt seines Enkelkindes wartet. Er schickte aber eine launige Film-Grußbotschaft ans Publikum. Dafür war Regisseur Markus O. Rosenmüller nach Norden gekommen.