Osnabrück Manuel Neuer wird den Machtkampf mit dem FC Bayern verlieren
Manuel Neuer begibt sich mit einem brisanten Interview in einen offenen Machtkampf mit dem FC Bayern und seinem Trainer. Er wird ihn verlieren, meint unser Kommentator.
Als sich 2010 Manuel Neuers Wechsel zum FC Bayern anbahnte, reagierten die Münchener Fans mit „Koan-Neuer“-Plakaten. Sie wollten den eingefleischten Schalker nicht haben. Nach zwölf Jahren im Verein hat sich das Bild gedreht. Neuer ist seit Jahren Kapitän des Vereins, feierte unzählige Titel im Trikot des FCB und ist längst auch für die Fans eine Identifikationsfigur.
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Manuel Neuer ist inzwischen 36 Jahre alt, seit 15 Jahren einer der besten Torhüter der Welt, hat im Fußball alles erlebt. Braucht so jemand überhaupt einen Torwarttrainer? Vermutlich eher nicht, fußballerisch ist ihm nichts mehr beizubringen. Zumal Neuer momentan verletzt ist und sich eher mit dem Reha-Trainer austauschen dürfte. Neuer nutzt die Entlassung seines Freundes Toni Tapalovic, um den Machtkampf mit dem Trainer zu proben.
Denn das Verhältnis mt Julian Nagelsmann ist nicht das einfachste. Der sucht die Nähe zur jüngeren Generation um Joshua Kimmich und Leon Goretzka. Nagelsmann wollte Yann Sommer als Neuer-Ersatz, anstatt sich mit Langzeit-Nummer-zwei Sven Ulreich zu begnügen.
Die Bayern haben viel Geld für Nagelsmann gezahlt, der noch am Anfang seiner Karriere steht. Der Verein wird das größte deutsche Trainerversprechen stützen – sofern es die Ergebnisse zulassen und es aus der Mannschaft kein klares Votum pro Neuer gibt, das bislang nicht zu vernehmen ist. Der Torwart wird den Machtkampf verlieren. Nicht mehr lange, dann gibt es bei Bayern „koan Neuer“ mehr.