Hannover Niedersachsen: Neuer Gesundheitsminister Philippi hat Anruf von Weil „erst weggedrückt“
Nach dem Wechsel von Daniela Behrens ins niedersächsische Innenministerium brauchte Ministerpräsident Stephan Weil einen neuen Gesundheitsminister und rief Andreas Philippi an. Warum dieser erst nach einer freundlichen Rückruf-Bitte reagierte.
Niedersachsens neuer Gesundheitsminister Andreas Philippi hat nach eigenen Angaben „überhaupt nicht“ mit einem Anruf von Ministerpräsident Stephan Weil gerechnet, als es um die Nachfolge von Daniela Behrens (beide SPD) ging. „Ich habe ihn sogar erst weggedrückt, weil ich die Nummer nicht kannte. Dann hat er mir aber eine SMS-Nachricht mit der Bitte um Rückruf geschickt und dann habe ich mich natürlich umgehend bei ihm gemeldet“, sagte der SPD-Politiker im Interview mit unserer Redaktion.
Philippi hat Ende Januar das Sozial- und Gesundheitsministerium in Niedersachsen übernommen, weil Vorgängerin Behrens Innenministerin wurde und auf Boris Pistorius (SPD) folgte, der nun an der Spitze des Bundesverteidigungsministeriums steht.
Philippi plädierte im Gespräch mit unserer Redaktion auch für eine Herabsetzung des Wahlalters. „Wir brauchen das Wahlrecht ab 16. Und zwar auf allen politischen Ebenen“, betonte der Minister. Wobei es bei den Bundestagswahlen komplizierter sei, weil es dazu eine Grundgesetzänderung bräuchte. „Darüber müsste in Berlin verhandelt werden, aber ich bin sehr dafür“, erklärte der Minister.