Mountain View  Warum Google Ihnen bald unscharfe Bilder anzeigt – und wie Sie das ändern

Rebecca Niebusch
|
Von Rebecca Niebusch
| 08.02.2023 12:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Google will seinen Nutzern bei der Bildersuche explizite Inhalte standardmäßig unscharf anzeigen. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand
Google will seinen Nutzern bei der Bildersuche explizite Inhalte standardmäßig unscharf anzeigen. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand
Artikel teilen:

Google will künftig nicht nur Kinder vor Bildern von Pornografie und Gewalt schützen, sondern auch Erwachsene bei expliziten Darstellungen warnen. So soll der neue Schutzmechanismus aussehen.

Eine kleine, aber tiefgreifende Veränderung: Google will mit einer neuen Funktion für mehr Sicherheit bei der Bildersuche sorgen. Beim „Safe Search Blurring“ soll explizites Bildmaterial, wie Gewaltdarstellungen und pornografische Inhalte, automatisch unscharf angezeigt werden. Per Klick kann man entscheiden, ob man das Bild sehen möchte.

Die Neuerung gab das Unternehmen am Dienstag auf seinem Blog bekannt. Die Funktion solle „in den kommenden Monaten“ ausgebaut werden.

Bei der Suchmaschine soll das „Safe Search Blurring“ die neue Standardeinstellung werden. Nutzer können die Funktion nur deaktivieren, wenn sie eingeloggt sind. Dem „Spiegel“ zufolge zeigte sich bei vielen Tech-Diensten aber, dass die meisten Nutzer nicht angemeldet sind und sich dementsprechend nicht durch die Optionsmenüs klicken können.

Google erweitert mit dem Blurring seine „Safe Search“-Funktionen. Dazu gehört bisher ein Jugendschutz-Filter, der eingeloggten Nutzern unter 18 Jahren explizites Material nicht angezeigt; darunter auch „explizite Texte und Links“. Das neue Feature bezieht sich wiederum nur auf Bilder und lässt dem Nutzer selbst die Wahl, das Material anzuschauen.

Zu den Schutzfiltern, die im Moment greifen, sagt Google selbst, sie seien „nicht 100 Prozent treffsicher, aber die meisten anstößigen Inhalte, beispielsweise Pornografie, werden damit herausgefiltert“. Außerdem stellt das Unternehmen klar, dass sich die Funktionen nur auf die Inhalte von Google beziehen. Über andere Webseiten können explizite Suchtreffer noch gefunden werden.

Ähnliche Artikel