Grundstücksmarktbericht Beginnt ostfriesisches Betongold zu verblassen?
Fallen die Preise für ostfriesische Ein- und Zweifamilienhäuser? Diesen Trend hat der Auricher Gutachterausschuss für Grundstückswerte zuletzt festgestellt. Heute stellt er seinen Jahresbericht vor.
Aurich/Ostfriesland - Auf dem ostfriesischen Immobilienmarkt gibt es offenbar eine Trendwende. Nach Jahren mit Preiszuwächsen im zweistelligen Prozentbereich oder nahe dran hat der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Aurich seit Mitte 2022 eine gegenläufige Entwicklung festgestellt: „Das Preisniveau der Ein- und Zweifamilienhäuser war von Mitte 2021 bis Mitte 2022 erneut um 8 Prozent gestiegen. Ab dem zweiten Quartal 2022 wiesen die Preise jedoch eine fallende Tendenz auf, so dass das Preisniveau im Herbst 2022 wieder dem aus dem Vorjahresherbst entsprach.“
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte Aurich ist für die Bereiche der kreisfreien Städte Emden und Wilhelmshaven sowie für die Landkreise Aurich, Friesland, Leer und Wittmund zuständig. Er stellt heute seinen neuen Jahresbericht vor. Daraus geht hervor: „Der übliche Kaufpreis für ein durchschnittliches Einfamilienhaus aus der Baujahrsspanne 1978 bis 1990 lag zwischen 280.000 Euro im ländlichen Bereich und 360.000 Euro in den Städten.“ Wir berichten im Laufe des Tages ausführlich.
Laut der Gutachter-Statistik nahm auch die Zahl der Verkäufe ab – nicht nur im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser. Möglicherweise machen sich die steigenden Zinsen bei der Immobilienfinanzierung bemerkbar. Unsere Zeitung hat sich bei einigen ostfriesischen Banken nach der aktuellen Situation und nach ihren Prognosen erkundigt – wir berichten im Laufe des Tages.
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