Verkäufe in Ostfriesland Wie haben sich die Preise für Äcker und Wiesen entwickelt?
Die Preise für Äcker und Wiesen in Ostfriesland sind im Jahr 2022 gestiegen. Das geht aus den neuen Grundstücksmarktbericht hervor.
Ostfriesland - Der landwirtschaftliche Grundstücksmarkt in Ostfriesland hat sich im Jahr 2022 weiter beruhigt: Es kamen nur 546 Kaufverträge zustande, zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Das geht aus dem neuen Grundstücksmarktbericht des Auricher Gutachterausschusses für Grundstückswerte hervor. Dessen Vorsitzender Martin Homes erklärte den Rückgang damit, dass die Zahl der Landwirte weniger werde – sich also auch die Zahl der Akteure reduziere.
Das haben Äcker und Wiesen in Ostfriesland im Jahr 2022 gekostet. Zum Vergrößern auf die Grafik klicken
Der Preisanstieg für landwirtschaftlich genutzte Grundstücke hat demnach bei vier Prozent gelegen. Die Zeit der Preisexplosion, zu der es in den Jahren 2011 bis 2015 gekommen war, ist also Geschichte. Seit 2010 betrachtet, sind die Preise jedoch um 170 Prozent gestiegen.
Quadratmeterpreise von 73 Cent bis 7,10 Euro
Die Preise für landwirtschaftliche Flächen waren in Ostfriesland weit gefächert. Sie reichten von 73 Cent bis 7,10 Euro pro Quadratmeter. Die mittleren Kaufpreise für Äcker lagen zwischen 3,22 Euro (Kreis Wittmund) und 5 Euro (Kreis Leer). Beim Grünland lagen sie zwischen 2,70 Euro (Kreis Aurich) und 3 Euro (Kreis Leer).
Die Bodenrichtwerte für Grünland sind besonders deutlich im Bereich Ihlow gestiegen (2,80 statt 2,50 Euro pro Quadratmeter) und im Bereich Großefehn (2,70 statt 2,20). In der Regel wurden die Richtwerte in Ostfriesland um 10 bis 20 Cent pro Quadratmeter erhöht oder gesenkt.
Die Richtwerte für Ackerflächen sind im Bereich der fruchtbaren Marschböden teilweise relativ stark erhöht worden – beispielsweise von 3,20 auf 3,70 Euro und von 3,70 auf 4,20 Euro bei Hagermarsch. Auch bei Rhauderfehn gab es einen Anstieg – von 3,80 auf 4,40 Euro.