Bei Fang in Rhauderfehn Bußgeld-Drohung im Asia-Restaurant schlägt hohe Wellen
Nach einem Bericht über eine Bußgeld-Zahlung bei zu vollen Tellern gab es viel Rummel um diese Maßnahme. Dem Fang-Chef ist das jetzt zu viel – doch es hat ihm auch einen positiven Effekt gebracht.
Westrhauderfehn - Zehn Euro Bußgeld für volle Teller: Das sollen Gäste im Restaurant Fang in Rhauderfehn zahlen. Nach einem Bericht in dieser Zeitung über das Bußgeld haben weitere Medien darüber berichtet. Was sagt Restaurantchef Da Fang Ye zu der Aufmerksamkeit?
Bußgeld für volle Teller auf dem Fehn
Überquellende Teller vom Büfett sind nicht immer ein guter Fang
Nörgler kritisieren Gratisessen im Rhauderfehner Restaurant Fang
Darum geht es: Zehn Euro Strafe droht, wenn der Gast einen vollen Teller stehenlässt. Mit dieser Maßnahme möchte der Inhaber die extreme Verschwendung von Lebensmitteln vom Buffet in seinem Restaurant eindämmen. Draußen und im Gebäude selbst weisen Aushänge und Tischaufkleber darauf hin. Die Mehrzahl seiner Gäste reagiert darauf positiv. „Die meisten Kunden finden die Idee gut und meinen, dass ich mutig bin, so etwas öffentlich zu sagen“, schilderte Da Fang Ye.
Zwei Fernsehsendern abgesagt
Nach Veröffentlichung des Berichts wurde das Thema innerhalb weniger Tage von verschiedenen Medien aufgegriffen. Auf zahlreichen Nachrichtenportalen wie Focus sowie in Radio und Fernsehen wird aktuell darüber berichtet. Der NDR war für einen Beitrag vor Ort. Es entstand ein fast dreiminütiger Beitrag, der bei Hallo Niedersachsen gesendet wurde.
Erst kürzlich hätten noch zwei Fernsehsender angefragt, ob sie berichten dürfen. Er habe abgelehnt, berichtete Ye. Er wolle nicht, dass zu viel gemacht werde. Das sei ihm unangenehm. Er wolle nicht übertreiben. „Wir wollen auch bescheiden sein, auf dem Boden bleiben. Ich wurde noch nie so viel interviewt.“ Mit so einem großen Interesse an dem Thema habe man vorher nicht gerechnet.
Vorteil der Berichterstattung
Ein Vorteil habe das Ganze aber, denn seit der großen Berichterstattung seien viele Leute gekommen, um sein Essen zu probieren. Viele seiner Gäste hätten die Berichte in den Medien gesehen. „Viele sagten, das ist top. Ein Kunde aus Wilhelmshaven sagte sogar, ich sollte 30 Euro nehmen“, meinte Ye. „Aber jetzt ist Schluss!“
Der Medienrummel solle wieder aufhören. Man müsse ja auch noch arbeiten. Dass die meisten Gastronomen das Thema Lebensmittelverschwendung aus Angst, deswegen Gäste zu verlieren, ignorieren, kritisierte er.