Heimspiel für Emden  Rätsel um Kickers-Torwart und um Zukunft des Kapitäns

| | 24.02.2023 14:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Wenn der Papa für Kickers Emden aufläuft, sind die kleinen Söhne Leonard und Jonathan (hier auf dem Arm von Bastian Dassel) auch häufig mit im Stadion. Foto: Wagenaar
Wenn der Papa für Kickers Emden aufläuft, sind die kleinen Söhne Leonard und Jonathan (hier auf dem Arm von Bastian Dassel) auch häufig mit im Stadion. Foto: Wagenaar
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Kickers Emden trifft am Sonnabend auf Drochtersen-Assel. Kapitän Bastian Dassel hat sich im Vorfeld der Partie zu seinen Plänen für den Sommer geäußert.

Emden - Das Fußballjahr begann für Bastian Dassel mit zu viel Pause. Beim Auftaktspiel des Regionalligisten Kickers Emden gegen Jeddeloh (1:1) musste der Kapitän eine Gelb-Sperre absitzen. Für die nächsten zwei Partien setzte ihn ein Magen-Darm-Infekt außer Gefecht. So bitter die Zuschauerrolle auch war, der beruflich stark eingespannte Vater zweier Söhne spürte vor dem Spiel gegen den SV Drochtersen-Assel (Samstag 14 Uhr) eines deutlich: „Ich habe noch Lust auf höherklassigen Fußball und nicht das Bedürfnis, jetzt meine Laufbahn irgendwo in der Bezirksliga ausklingen zu lassen.“

Doch wie es nach seiner siebten Saison für den BSV Kickers im Sommer exakt weitergeht, weiß der 33-Jährige nicht. Bei allem Optimismus („ich glaube noch immer an die Chance auf den Klassenerhalt“) macht er sich natürlich auch Gedanken über den BSV-Abstieg in die Oberliga. „Wenn wir in der Regionalliga bleiben würden, müsste ich gar nicht überlegen“, sagt er. „Das ist eine brutal geile Liga. Trotz aller Niederlagen macht es mir Woche für Woche Spaß, mich mit so starken Gegnern zu messen.“ Für den Fall des Abstiegs würde ihm die Entscheidung schwerer fallen.

Es gab noch keine Gespräche

„Es schwirren bei mir gerade ganz viele Gedanken im Kopf herum“, sagt er. „Die Regionalliga ist reizvoller, der Aufwand in der Oberliga aber kaum geringer.“ Falls der „Kapitano“ das Feld tatsächlich verlassen sollte, würden ihn einige Experten im Umfeld des Vereins gerne in führender Rolle abseits des Spielfelds sehen. „Ich habe noch keine Gespräche geführt“, versichert Dassel. „Aber das steht demnächst an.“ Nun freut sich Dassel erst einmal auf die Rückkehr aufs Spielfeld. „Es juckt schon sehr“, sagt er. „Als Zuschauer war es für mich keine schöne Zeit.“

Er erlebte am Spielfeldrand oder vor dem PC (0:0 in Norderstedt) drei starke Auftritte seiner Teamkollegen mit zwei Unentschieden und zuletzt der unglücklichen 1:2-Heimniederlage gegen den Hamburger SV II. „Die Leistung stimmte, aber es hätten mehr Punkte für uns herausspringen müssen.“ Weil der Spielführer immer noch an den Klassenverbleib denkt, hat er so seine Ideen für die nächsten Spiele. „Vielleicht müssen wir noch mehr Risiko eingehen und auf Sieg spielen.“

Wer steht im Tor?

Er selber will in der Defensive mithelfen, die gegnerischen Angreifer in Schach zu halten. Falls das mal nicht gelingen sollte, ist der Torhüter gefordert. Doch steht dort Winterneuzugang Malte Schuchardt oder Isaak Djokovic? Dieses große Rätsel vor der Partie gegen SV Drochtersen-Assel wollte Trainer Stefan Emmerling am Freitag noch nicht lösen. „Ich habe das auch für mich selber noch nicht entschieden.“

Der Trainer setzte im neuen Jahr auf Schuchardt, der in den Heimspielen gegen Jeddeloh und den HSV bei zwei der drei Gegentore unglücklich aussah. Vor einer Woche flutschte ihm nach der 1:0-Führung gegen den HSV der Ball durch die Beine. Der Trainer nimmt ihn in Schutz. „Der Ball war abgefälscht. Das haben viele nicht gesehen.“

Emmerling steht nun vor einer kniffligen Entscheidung. Er weiß selber noch nicht, wann er dieses Rätsel löst. „Oft passiert das erst kurzfristig am Spieltag.“ Auch die Rückkehr des Kapitäns in die Startelf will er der Presse nicht offiziell bestätigen. Bastian Dassel ist da weniger zurückhaltend. „Ich gehe schon davon aus, dass ich spielen werde.“

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