Aktion nimmt Fahrt auf So können Emder ihre Stadt gemeinsam aufhübschen
Die große Freiwilligenaktion #emdenmacht geht in die „heiße Phase“. Die ersten 16 Vorhaben sind schon online. Der Oberbürgermeister ruft zum Mitmachen auf.
Emden - Jetzt geht's los: Die neue Freiwilligen-Aktion #emdenmacht nimmt richtig Fahrt auf. Die Stadt hat vor einigen Tagen die Homepage www.emdenmacht.de freigeschaltet, auf der Familien, Nachbargemeinschaften, Vereine, Schulklassen und Privatleute Vorhaben und Ideen eintragen können, die Emden schöner machen sollen. Zugleich haben Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) und die Beteiligten aus der Stadtverwaltung die Bewohnerinnen und Bewohner erneut zum Mitmachen aufgerufen.
Was und warum
Darum geht es: eine neue und große Freiwilligenaktion für ein schöneres Emden
Vor allem interessant für: alle Emderinnen und Emder, die für das Stadtbild und die Gemeinschaft etwas tun möchten
Deshalb berichten wir: Die Aktion #emdenmacht geht in die „heiße Phase“. Die Stadt hat jetzt zum Mitmachen aufgerufen. Den Autor erreichen Sie unter: h.mueller@zgo.de
Die neue Kampagne ist aus der Aktion „Saubere Stadt“ entstanden, bei der in den Jahren von 2001 bis 2020 jeweils einige Tausend Leute im Frühjahr Straßen, Plätze und Gräben von Müll und Unrat befreiten. Bei #emdenmacht geht es aber um mehr. „Ihrem Einfallsreichtum sind kaum Grenzen gesetzt“, heißt es in einem öffentlichen Aufruf des Oberbürgermeisters. „Müll gesammelt wird aber immer noch und hoffentlich im selbem Umfang wie bisher“, sagt Wilma Wermuth, die bei der Stadt den Fachdienst Gemeinwesen leitet.
Aktionswoche startet am 18. März
Die Stadt will damit das bürgerschaftliche Engagement stärken. Emderinnen und Emden sollen gemeinsam Verantwortung für das eigene Umfeld übernehmen und selbst mit anpacken, ihre Stadt attraktiver machen. An die Umsetzung der Vorhaben geht es während einer Aktionswoche, die am 18. März startet und am 25. März mit einer Abschlussparty nach getaner Arbeit endet. Die Aktivitäten der Bürgerinnen und Bürger sind aber nicht auf diesen Zeitraum beschränkt. Vielmehr können sich auch längerfristig oder dauerhaft angelegt sein.
Die Beteiligten der Stadt hoffen darauf, dass sich beispielsweise Nachbargemeinschaften bilden, die etwa Pflegepatenschaften für Beete oder Baumscheiben in der eigenen Umgebung übernehmen. „Wir wollen dieses Format verstetigen“, sagt Wilma Wermuth.
Stadt will sich nicht aus der Verantwortung stehlen
Die Stadt wolle sich damit aber keineswegs aus der eigenen Verantwortung ziehen oder Geld sparen, versichert Kruithoff. Vielmehr gehe es darum, ehrenamtliche Tätigkeit zu stärken. Denn ohne sie wäre vieles in der Stadt gar nicht möglich und denkbar. Beste Beispiele dafür seien das Van-Ameren-Bad und der Larrelter Cassens-Park, so der Oberbürgermeister. Was im Miteinander entstehe, sei „ein Plus an Lebensqualität und tut der Stadtgesellschaft gut“.
Einige Initiativen, Vereine und Gruppen haben den Ball schon aufgenommen. Auf der Website sind bereits 16 Projekte aufgelistet. Dabei geht es unter anderem um Säuberungsaktionen in mehreren Stadtteilen, in Gewässern und im Stadtwald, die Verschönerung des Bolzplatzes an der Wilhelm-Leuschner-Straße und eine neue Blühwiese vor dem Schulhaus in Borssum.
Es geht auch um Bunker und Kunst
Darüber hinaus geht es beispielsweise in Workshops um Graffitikunst für den Bunker im Herrentorviertel, flotte Sprüche für die öffentlichen Abfallbehälter, Kunst-Installationen in Barenburg und den Austausch über die Geschichte eines Bunkers in Transvaal. Bei einem Teil dieser Vorhaben handelt es sich um geschlossene Gruppen, bei andere Aktivitäten können sich Helferinnen und Helfer auch anschließen und sich dafür anmelden.
Der Bau- und Entsorgungsbetrieb (BEE) und die Gemeinwesenbüros in den Stadtteilen unterstützen die Initiatoren bei der Organisation von Projekten und stellen auch Werkstätten, Räume, Werkzeug oder andere Hilfsmittel zur Verfügung, falls das erforderlich ist. Wer Interesse oder Fragen hat, kann sich im Kulturbunker in Barenburg unter der Telefonnummer 04921/58610 oder per E-Mail an emdenmacht@emden.de melden.
Wer ein Projekt plant, kann es online eintragen. Mitarbeiter der Stadt kommen dann dann auf die Ideengeber zu, um Einzelheiten abzustimmen. Danach wird das Vorhaben auf der Website freigegeben. Sollten noch weitere helfende Hände benötigt werden, kann das angegeben werden.
Große Emder Freiwilligen-Aktion startet jetzt richtig durch
Emden macht – eine Stadt sammelt Müll
Diese Müllsammeltruppe macht Barenburg sauber - und rüttelt auf
Emder können Ideen für Stadtteile einreichen