Kickers gastiert in Bremen  Die Trainer kickten einst zusammen bei Hannover 96

| | 03.03.2023 15:49 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Einst Mitspieler, jetzt Trainer-Gegner: Emdens Coach Stefan Emmerling (links) spielte ein halbes Jahr für Hannover 96 in der 2. Bundesliga. Zu dem Zeitpunkt stand auch Torsten Gütschow (rechts) – nun Trainer des Bremer SV – bei 96 unter Vertrag. Foto: Imago
Einst Mitspieler, jetzt Trainer-Gegner: Emdens Coach Stefan Emmerling (links) spielte ein halbes Jahr für Hannover 96 in der 2. Bundesliga. Zu dem Zeitpunkt stand auch Torsten Gütschow (rechts) – nun Trainer des Bremer SV – bei 96 unter Vertrag. Foto: Imago
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Kickers Emden weist gegen den Fußball-Regionalliga-Gegner Bremer SV eine positive Statistik auf. Trainer Stefan Emmerling trifft auf einen alten Weggefährten.

Emden - Emdens Trainer Stefan Emmerling trifft beim Spiel am Sonntag in Bremen auf einen alten Weggefährten. Denn mit dem Coach des Bremer SV, Torsten Gütschow, kickte Emmerling einst zusammen – wenn auch nur ein halbes Jahr bei Hannover 96. „Ich habe hinten die Drecksarbeit verrichtet und er hat vorne die Tore geschossen“, sagt Emmerling. „Ich bin in der Winterpause der Saison 1994/95 nach Hannover geholt worden, um mitzuhelfen, die 2. Liga zu halten. Das haben wir geschafft. Danach bin ich zu Duisburg gewechselt und bin mit in die 1. Bundesliga aufgestiegen.“

Im selben Jahr sorgte auch Torsten Gütschow – im Trikot des Chemnitzer FC – in der 2. Liga für Furore, wurde mit 15 Treffern Zweiter in der Torjägerliste hinter einem gewissen Fritz Walter (21 Tore, Arminia Bielefeld). Dass Emmerling und Gütschow nach der aktiven Profi-Karriere beide ins Trainer-Geschäft einsteigen, sei damals nicht vorherzusehen gewesen, so Emmerling. „Wir können heute noch gut miteinander, telefonieren regelmäßig mal.“ Allgemein habe er mit dem kommenden Gegner und Mitaufsteiger Bremer SV ein „freundschaftliches Verhältnis“. „Mit Ralf Voigt kenne ich den Sportlichen Leiter des Bremer SV auch ganz gut, auch wir sehen uns oft und tauschen uns aus. Auch ihn kenne ich aus der aktiven Profizeit in der 2. Liga als Gegner.“

Kickers hat zwei Angeschlagene

Ralf Voigt sitzt nahezu bei jedem Kickers-Heimspiel auf der Tribüne des Ostfriesland-Stadions – aus gutem Grund. Denn der künftige Gegner des Bremer SV spielt immer am Spieltag zuvor gegen Kickers Emden. „Vielleicht sind die Erkenntnisse der guten Gegnerbeobachtung ja ein Mitgrund dafür, dass der Bremer SV in der Tabelle besser dasteht als wir“, sagt Stefan Emmerling teils ernst, teils mit einem Augenzwinkern. „Die Bremer verteidigen besser als wir, kassieren weniger Gegentore, halten Spiele dadurch länger offen und punkten so auch häufiger.“ Der Bremer SV rangiert mit 25 Punkten aus 25 Spielen auf Rang 15, Kickers ist mit zehn Zählern aus ebenso vielen Partien abgeschlagener Letzter.

Die Statistik macht aber Mut. So konnte Kickers sowohl das Duell in der Aufstiegsrunde (2:1) als auch das Hinspiel (3:0) für sich entscheiden. „Nur hilft uns das für Sonntag leider nichts“, sagt Emmerling. Für Kickers ist es das erste Spiel in diesem Jahr gegen eine Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte. Nach zwei Punkten aus den vier Spielen 2023 soll nun der erste Sieg her. Beim Bremer SV, der unter anderem auf den rotgesperrten Ex-Emder Nikky Goguadze verzichten muss, fällt auf Emder Seite Yanic Konda (Kahnbein angebrochen) ein paar Wochen aus. Leon Kugland und André N’Diaye sind angeschlagen, der verletzt gewesene Milad Faqiryar könnte in den Kader zurückkehren.

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