Gastronomie im Wandel Es gibt gute Nachrichten zu „Burger me“ in Emden
Zum Jahreswechsel war die Filiale an der Neutorstraße überraschend geschlossen worden. Der Betreiber hatte Schluss gemacht.
Emden - Noch hängt an der Tür der ersten ostfriesischen „Burger me“-Filiale in Emden ein eindeutiges Schild: „Montag bis Sonntag geschlossen“. Seit dem Jahreswechsel hatte der Fast-Food-Laden an der Neutorstraße nicht mehr geöffnet. Zunächst hieß es, Personalausfälle seien schuld. Dann wurden Kündigungen ausgesprochen und es wurde klar: Der Betreiber will sich aus der Niederlassung zurückziehen.
Jetzt gibt es gute Nachrichten: Die Suche nach einem neuen Franchisepartner, also Filial-Betreiber, lief offenbar besser als von Kritikern angenommen. Jens Hochhaus, Geschäftsführer der Burger-Kette mit Hauptsitz in München, lässt über die Pressestelle des Unternehmens mitteilen: „Voraussichtlich im Mai öffnet unser neuer Franchisepartner wieder die Pforten des Burger-me-Stores im Stadtzentrum von Emden.“ Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben mittlerweile 150 Niederlassungen in Deutschland und den Niederlanden und ist darauf spezialisiert, Burger auf Bestellung nach Hause zu liefern. In Emden waren dafür E-Bikes verwendet worden.
Kündigungen kamen für Mitarbeiter überraschend
Die vorübergehende Schließung der Emder Filiale und Aufgabe des Betreibers Marco Drehmer kam nicht nur für die Emder überraschend, sondern offenbar auch für die Mitarbeiter. Aus Mitarbeiterkreisen hieß es, dass zunächst nicht alle ausstehenden Gehälter für Dezember ausgezahlt worden seien. Auch aktuell wurde diese Aussage von Mitarbeitern gegenüber dieser Zeitung bestätigt. Drehmer hatte sich auf wiederholte Nachfrage dieser Zeitung nicht äußern wollen und stets an die Pressestelle verwiesen. Von dort heißt es nun: „Hierzu können wir als Burger-me-Zentrale keine Aussage treffen, da wir keinen Einblick in die Sachlage haben. Grundsätzlich verhält es sich so, dass unsere Franchisepartner alles selbstständige Unternehmer sind.“
Die Franchisenehmer betreiben den Store auf eigene Verantwortung, stellen eigene Mitarbeiter ein, schließen eigene Verträge mit Dienstleitern wie Zulieferern und vieles mehr. Die Zentrale stelle den Rahmen für die Stores: „Wir kümmern uns um die benötigten Zutaten für Speisen, kaufen Getränke und alle Materialien, wie z.B. Verpackung ein und stellen die Software“, so die Pressesprecherin. Der Franchisepartner profitiere dabei von den Vorteilen des zentralen Einkaufs und der zunehmenden Bekanntheit der Marke.
Einen Zweifel an dem Standort Emden hat die „Burger me“-Zentrale offenbar nicht. „Aufgrund seiner exponierten Lage an der Nordsee sowie einer starken Kaufkraft und der hohen Besucherzahlen konnte der im Stadtzentrum von Emden gelegene Store bisher überdurchschnittliche Umsätze verbuchen. Wir sind überzeugt von dem Standort Emden“, hieß es zuletzt von Jens Hochhaus.