Ausraster vor 25 Jahren Historische Sprüche über „Flasche leer“ und „Schwanzlängen“
Bayern-Trainer Giovanni Trapattoni sorgte vor 25 Jahren mit seiner Wutrede für eine legendäre Pressekonferenz. Auch Sprüche mit ostfriesischem Bezug ließen aufhorchen.
Ostfriesland - Nicht viele Pressekonferenzen bleiben Fußball-Anhängern in Erinnerung. Aber diese vor 25 Jahren hatte es so richtig in sich. Der damalige Bayern-Trainer Giovanni Trapattoni holte zum großen Rundumschlag gegen seine eigene Mannschaft aus. „In diese Spiel waren zwei, drei oder vier Spieler, die waren schwach wie eine Flasche leer! Hat gespielt Mehmet (Scholl) oder gespielt Basler oder gespielt Trapattoni? Diese Spieler beklagen mehr als spielen! ... Struuuuuunz! Struuuuunz! Ist zwei Jahre hier, hat gespielt zehn Spiele, ist immer verletzt. Was erlauben Strunz?“.
Das Jubiläum des legendären Wutausbruchs ist Anlass genug, einmal zurückzublättern, mit welchen Sprüchen ostfriesische Trainer, Sportler oder Gegner einmal für Schlagzeilen gesorgt haben. Einige davon machten sogar in ganz Deutschland die Runde. Dabei sticht einer natürlich ganz besonders heraus.
„Stelle nach Schwanzlänge auf“
Als Trainerin des Herrenoberligisten BV Cloppenburg wurde die Auricherin Imke Wübbenhorst 2019 mit dem Fußballspruch des Jahres ausgezeichnet. „Ich bin Profi. Ich stelle nach Schwanzlänge auf.“ Wübbenhorst wurde gefragt, ob sie eine Sirene auf dem Kopf tragen werde, damit ihre Spieler schnell eine Hose anziehen könnten, bevor sie in die Kabine komme. Der Spruch schlug sogar internationale Wellen, sie erhielt damals auch Anfragen von ausländischen Medien. Wübbenhorst ist mittlerweile erfolgreich als Trainerin beim Schweizer Frauen-Erstligisten Young Boys Bern aktiv.
Etwas weiter zurückblicken müssen wir bei der Aussage des ehemaligen Emder Fußballers Paolo Rizzo, der inzwischen in Nürnberg lebt. Sein Spruch schlug auch bundesweit hohe Wellen. Nach dem DFB-Pokalspiel 2009 von Kickers Emden gegen den 1. FC Köln in der ersten Runde des DFB-Pokal hatte er sich über Lukas Podolski geäußert.
Über Poldi: „Auf dem Platz ein Arschloch“
„Ich war schon enttäuscht von ihm. Ich hatte ihn mir anders vorgestellt, aber auf dem Platz war er ein Arschloch.“ Während Wübbenhorst für den Spruch des Jahres ein Preisgeld von 5000 Euro erhielt, wurde Rizzo vom DFB-Sportgericht verurteilt und musste für seine Beleidigung 300 Euro blechen. Ohne finanzielle Auswirkung blieb der Spruch des damaligen ehemaligen St. Pauli Trainers Tim Schultz. Seine Aussage wurde 2021 ebenfalls zum Spruch des Jahres nominiert. Anlässlich des „Länderspiels“ in Emden zwischen „Ostfriesland“ und der „DDR“ sagte er: „Ich wäre auch gerne mal Nationalspieler gewesen. Ostfriesland war leider nie ein eigenständiger Staat. Von daher gab’s da für mich keine Chance.“
Noch im letzten Jahr sorgte eine Aussage regional für Aufsehen. Vor der Fußball-Oberliga-Partie zwischen Kickers Emden und dem TuS Bersenbrück machte eine Whatsapp-Nachricht die Runde. In der wurden die Ostfriesen als Drecksverein“ und „Spinner“ tituliert. Die Aussage soll vom Bersenbrücker Sportmanager Thorben Geerken. Der ruderte dann im Gespräch mit der Redaktion wieder ein wenig zurück. „Das Wort ‚Drecksverein‘ ist etwas unglücklich gewählt. Ich kann mich im Namen des Vereins für die Aussagen nur entschuldigen. Das ist nicht in Ordnung.“ Der Spruch war sicher nicht in Ordnung. Über viele andere Spruch konnte aber auch im Nachhinein noch geschmunzelt werden.
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