Grundschul-Projektwoche Leeraner Kinder wachsen im Zirkus über sich selbst hinaus
An der Daalerschule in Leer hieß es vergangene Woche für die Schülerinnen und Schüler „Manege frei“. Dazu war der Circus Fellini bei ihnen zu Gast.
Leer - Zirkusluft schnuppern und einmal selbst in der großen Manege mit einer Nummer auftreten – was sich so manches Kind erträumt, wurde vergangene Woche für einige Grundschülerinnen und -schüler in Leer wahr. Von Montag bis Freitag war der Circus Fellini bei der Daalerschule zu Besuch und stand mit seinem Zelt auf dem Schützenplatz Loga. Auch eine Klasse der Schule am Deich, die in einem Klassenraum der Daalerschule untergebracht ist, nahm an der Projektwoche teil.
Felix Frank, seine Frau Charlene und ihre vier Kinder – die 17, 15, zwölf und vier Jahre alt sind – sind eine echte Zirkusfamilie. „Ich bin im Zirkus geboren, das ist mein Leben“, sagt Felix Frank mit voller Überzeugung. So reisen sie durch ganz Deutschland, um Kindern mit Projektwochen wie zuletzt hier in Leer die Zirkuswelt näherzubringen. „Wir sind jede Woche woanders und das ganze Jahr ausgebucht“, erzählt der Zirkusartist. „Von Montag bis Freitag ist Programm und am Wochenende wird wieder abgebaut und wir ziehen weiter.“
So war die Projektwoche in Leer
„Am Montag wurden die Kinder in Gruppen eingeteilt. Da gab es Jongleure, Seiltänzer, Feuerspucker, Hula Hoop und Trapez“, zählt Matthias Nee auf. Er ist Lehrer an der Daalerschule und hat die Projektwoche mitorganisiert. Dienstag und Mittwoch waren dann zum Trainieren da. Donnerstag und Freitag folgten auch schon die Aufführungen vor Mitschülern und Familienmitgliedern. Insgesamt gab es vier Shows, bei denen die Kinder zeigen konnten, was sie von der Zirkusfamilie gelernt haben. „Das war für sie das absolute Highlight“, sagt Nee. Zu den Aufführungen seien geschätzt insgesamt etwa 800 Zuschauende gekommen.
Auch die Eltern beteiligten sich an den Aufführungen, indem sie Brezeln backten und verkauften. Die Einnahmen gehen an den Förderverein der Daalerschule, um weiterhin solche Projekte möglich zu machen, wie der Lehrer berichtet. Denn Projektwochen gibt es dort öfter. Speziell die mit dem Thema Zirkus gebe es alle vier Jahre. Der Circus Fellini war zum zweiten Mal daran beteiligt.
Positives Feedback von allen Seiten
„Sie hatten viel Spaß und fanden es gut, dass die Gruppen klassenübergreifend waren, weil sie sich so besser kennengelernt haben“, gibt Matthias Nee die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler zur Woche wieder. „Toll war auch, dass sie sich einige Dinge vorher nie zugetraut hätten und dann in der Projektwoche über sich selbst hinausgewachsen sind.“
Während der ganzen Woche gab es weder Hausaufgaben noch Klassenarbeiten. Stattdessen wurde während der Unterrichtszeit fleißig geübt oder es wurden Plakate für die Aufführungen gebastelt. „Das war für die Kinder entspannt und für uns Lehrkräfte auch mal schön“, findet Nee. Auch von den Eltern habe es positives Feedback gegeben.
Auch für Familie Frank vom Circus Fellini war es eine schöne Woche: „Es hat alles gut funktioniert. Wir hatten alle zusammen viel Spaß“, sagt Felix Frank. „Wir machen das auch immer mit Spaß und Liebe, sonst würden die Kinder das alles gar nicht so schnell lernen.“ Seit diesem Montag ist die Zirkusfamilie schon wieder an einer anderen Schule in Bremerhaven, um dort kleine Akrobatinnen, Clowns und Feuerspucker für eine Woche in die Zirkuswelt zu entführen.