USA warnen Russland  Ukraine-Krieg – so groß ist die Gefahr eines Weltkrieges

Michael Clasen
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Ein Kommentar von Michael Clasen
| 15.03.2023 17:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein erschöpfter ukrainischer Soldat, der in der Ostukraine kämpft. Foto: AP
Ein erschöpfter ukrainischer Soldat, der in der Ostukraine kämpft. Foto: AP
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Kann aus dem Krieg gegen die Ukraine ein Dritter Weltkrieg werden? Es gibt Experten, die schließen das kategorisch aus. Doch das ist gefährlicher Unsinn.

Natürlich gibt es seit dem Beginn des Überfalls der russischen Armee auf die Ukraine eine wachsende Gefahr, dass der Krieg in eine Eskalationsspirale gerät. In Deutschland gibt es zwar immer noch viele Stimmen, die beschwichtigen: Putin würde es niemals wagen, einzelne Nato-Länder zu attackieren oder taktische Nuklearwaffen einzusetzen. Aber das sind oft dieselben Stimmen, die vor dem 24. Februar 2022 einen russischen Angriff für unmöglich hielten.

Wie gefährdet Europas Friedensordnung in Wirklichkeit ist, zeigt der neuerliche militärische Zwischenfall zwischen Russland und den USA über dem Schwarzen Meer. Diesmal verlief die Konfrontation zum Glück relativ glimpflich. Doch was passiert, wenn beim nächsten Mal russische oder amerikanische Gefallene zu beklagen wären? Oder wenn tatsächlich eine russische Rakete in Polen einschlagen würde? Wird dann der Nato-Bündnisfall ausgerufen?

Es klingt paradox: Je stärker die USA und Russland auf Konfrontationskurs sind, desto wichtiger wird es sein, dass Joe Biden und Wladimir Putin im Geheimen einen engen Draht zueinander unterhalten. Der Westen muss sich bei aller berechtigten Wut über Putins Krieg auch immer wieder fragen: Ist die Ukraine-Unterstützung so klug ausbalanciert, dass der Despot in Moskau verlieren kann, ohne eine noch verheerendere Eskalation zu riskieren?

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