Bessere Taktung  So soll der Busplan in Emden verbessert werden

| | 17.03.2023 14:22 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Am Hauptbahnhof steht ein Bus, der nach Constantia fahren soll. Die Bus-Linien sollen besser vertaktet werden. Foto: F. Doden/Archiv
Am Hauptbahnhof steht ein Bus, der nach Constantia fahren soll. Die Bus-Linien sollen besser vertaktet werden. Foto: F. Doden/Archiv
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Der Fahrplan des Weser-Ems-Busses wurde schon ausgebessert. Das kommt auch der Stadt Emden zugute. Für die Stadt-Linie gibt es jetzt ein Konzept, durch das der Nahverkehr attraktiver werden soll.

Emden - Das Busfahren in Emden soll einfacher und attraktiver werden. Auf den Hauptlinien soll der Bus in Emden alle 30 Minuten die Haltestellen anfahren, teilweise sogar im 15-Minuten-Takt. So sieht es ein neues Konzept vor, das ab August 2024 greifen soll. Das stellte Mathias Schmechtig von NahverkehrsConsult im Stadtentwicklungsausschuss des Emder Rats vor.

Mathias Schmechtig ist Experte für Nahverkehrskonzepte. Foto: Müller/Archiv
Mathias Schmechtig ist Experte für Nahverkehrskonzepte. Foto: Müller/Archiv

1. Die Stadt- und Regional-Bus-Verbindungen werden besser durchgetaktet. Die Weser-Ems-Busse auf der Linie 410 zwischen Emden, Georgsheil, Moordorf und Aurich sowie der Linie 421 zwischen Emden, Hinte, Pewsum und Greetsiel sollen stündlich die Haltestellen anfahren. Beide Linien sollen sich in Emden halbstündlich überlagern. An der Auricher Straße ergänzt der Regionalbus den Stadtbus. Die Regionalbus-Linie 422 zwischen Emden, Wybelsum, Loquard, Pewsum, Eilsum und Greetsiel fährt ebenfalls im Stundentakt. Sie ergänzt den Stadtverkehr an der Larrelter Straße.

Die Anbindung von Emden an die Nachbargemeinden Hinte und Krummhörn soll durch die neuen Weser-Ems-Bus-Fahrpläne verbessert werden. Foto: Privat
Die Anbindung von Emden an die Nachbargemeinden Hinte und Krummhörn soll durch die neuen Weser-Ems-Bus-Fahrpläne verbessert werden. Foto: Privat

Schon seit dem 1. Februar gelten die neuen Fahrpläne für die Linien 421 und 422. Dadurch sind die Verbindungen auch abends, am Wochenende und in den Ferien besser zwischen Emden und den Nachbargemeinden Hinte und Krummhörn. Die Emder Stadtteile Wybelsum und Marienwehr sind besser angebunden.

2. Der Rufbus wird nicht mehr notwendig sein. Das Angebot war erst vor rund vier Jahren eingeführt worden, hatte aber oft für Kritik gesorgt. So seien teilweise keine Busse gekommen oder stattdessen zu kleine Taxis. Zwischen Emden, Riepe, Bangstede, Westerende und Aurich fährt zukünftig die Bus-Linie 450 im Stundentakt. Nur mittags kann es aufgrund des Schulbus-Verkehrs zu „Ausreißern“ kommen. Durch den Regionalbus, der in Uphusen hält, ist dort kein Rufbus mehr erforderlich. Der Stadtbus fährt weiterhin nur bis Wolthusen, beide Linien ergänzen sich. Ungetaktet bleibt indes die Buslinie 621 zwischen Emden, Oldersum, Warsingsfehn, Neermoor und Leer. Hier werden Haltestellen alle ein bis zwei Stunden angefahren.

3. Die Verbindung zum Borkum-Kai wird verbessert. Durch das geplante Deutschland-Ticket könnten mehr Urlauber auf die Insel fahren und auch mehr von der Insel aus Emden erkunden wollen, so Mathias Schmechtig. „Die Wichtigkeit und Erforderlichkeit wird deutlich zunehmen“, ist er sich sicher. Die Borkum-Fähre soll an die Innenstadt und den Ratsdelft angebunden werden. Alle 30 Minuten fährt der Bus an der Haltestelle „Maria-Wilts-Straße“ Richtung Borkum-Kai und zurück.

Bei dieser Linienführung wird die Agentur für Arbeit nicht mehr angefahren. Aber nur etwa 15 Leute steigen dort täglich ein oder aus, so Schmechtig. Außerdem sind die nächsten Haltestellen nur 450 bis 500 Meter entfernt.

4. Von Twixlum aus kommt man schneller in Richtung Innenstadt. Dafür werden zwei Stundentakt-Äste aufgespalten. Stündlich fährt der Bus nach und von Twixlum los, ebenso durch Constantia. Halbstündlich hält ein Bus am Dollart Center.

5. Es gibt eine neue Haltestelle in Wolthusen. Diese soll beim Sportplatz eingerichtet werden, damit der Bus dort eine Schleife fahren kann. Dadurch wird an der Haltestelle Nordermeedenstraße der Zu- und Abgang der Haltestelle ohne Querung der Uphuser Straße möglich sein.

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