Emstek/Ahlhorn  Haftbefehl: Verdacht gegen mutmaßlichen Automatensprenger erhärtet sich

Eyke Swarovsky
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Von Eyke Swarovsky
| 24.03.2023 13:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der mit Sprengstoff beladene Audi der mutmaßlichen Automatensprenger wurde am Montag mit einem Nagelbrett von der Polizei auf der A29 bei Ahlhorn gestoppt. Foto: NWM-TV
Der mit Sprengstoff beladene Audi der mutmaßlichen Automatensprenger wurde am Montag mit einem Nagelbrett von der Polizei auf der A29 bei Ahlhorn gestoppt. Foto: NWM-TV
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Der Mann, der am Donnerstag bei Emstek von der Polizei festgenommen wurde, gehört offenbar tatsächlich zu den mutmaßlichen Geldautomatensprengern, die die Polizei am Montag spektakulär auf der A29 bei Ahlhorn stoppte.

Nach der spektakulären Verfolgungsjagd zwischen der Polizei und einer Gruppe mutmaßlicher Geldautomatensprenger am Montagmorgen bei Ahlhorn ist der Polizei offenbar einer der gesuchten Täter ins Netz gegangen.

„Der am Donnerstag durch Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta vorläufig festgenommene Tatverdächtige wurde am heutigen Vormittag dem Haftrichter beim Amtsgericht Osnabrück vorgeführt“, teilte die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg am Freitagmittag mit. Der Haftrichter erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück einen Haftbefehl gegen den Mann.

Die Ermittlungen erbrachten laut Polizei ausreichende Hinweise dafür, dass der 21-jährige Festgenommene einer der Fahrzeuginsassen des am Montag sichergestellten Fahrzeugs gewesen ist. Gegen den Beschuldigten besteht aufgrund des aktuellen Ermittlungsstands ein dringender Verdacht der Beteiligung an den Straftatbeständen „Verabredung zu einem Verbrechen“ und „Vorbereitung eines Explosionsverbrechens“.

Ob der Festgenommene und seine noch flüchtigen Mittäter am Montag auf dem Weg zu einer Tat oder nach einer bereits durchgeführten Sprengung auf der Flucht waren, müssen weitere Ermittlungen der zuständigen Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg und der Zentralstelle der Staatsanwaltschaft Osnabrück ergeben. „Darüber hinaus werden routinemäßig regionale und überregionale Zusammenhänge mit zurückliegenden Geldautomatensprengungen geprüft“, so die Polizei.

Weitere Details nannte die Polizei mit Verweis auf ermittlungstaktische Gründe nicht.

Die Polizei hatte den hochmotorisierten Audi am frühen Montag nach einer Verfolgungsjagd durch die Region mit einem Nagelbrett auf der A29 bei Ahlhorn zum Stillstand gebracht. Die Insassen des Autos konnten zu Fuß in die umliegenden Wälder flüchten. Eine groß angelegte Suche am Montag blieb ohne Erfolg. Im Wagen fanden die Ermittler Sprengstoff.

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