Hannover  Deutschlandticket-Vorverkauf startet: Was für Kunden in Niedersachsen gilt

Lorena Dreusicke, Christopher Chirvi, Lars Laue
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Von Lorena Dreusicke, Christopher Chirvi, Lars Laue
| 30.03.2023 16:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das 9-Euro-Ticket kam 2022 gut an. Bald startet das Nachfolgeangebot: das 49-Euro-Ticket. Foto: dpa/Moritz Frankenberg
Das 9-Euro-Ticket kam 2022 gut an. Bald startet das Nachfolgeangebot: das 49-Euro-Ticket. Foto: dpa/Moritz Frankenberg
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Der Vorverkauf für das Deutschlandticket startet in wenigen Tagen. Manche Einzelheiten zum 49-Euro-Ticket regeln die Bundesländer selbst. Was Kunden in Niedersachsen wissen müssen.

Ab dem 1. Mai 2023 soll es über die Bundeslandgrenzen hinweg möglich sein, Busse und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr für monatlich 49 Euro zu nutzen. Der Vorverkauf startet bereits einen Monat früher: Ab Montag, 3. April, ist das 49-Euro-Ticket erhältlich. Was dabei in Niedersachsen gilt.

Vorbestellen lässt sich das Ticket in der App „Dein Deutschlandticket“ und auf der Webseite „deutschlandticket.de“ ab 3. April. Kaufen kann man das Deutschlandticket dann als Handyticket oder Chipkarte auch an Bahn-Verkaufsstellen und in den meisten Geschäftsstellen der regionalen Verkehrsunternehmen sowie auf deren Webseiten.

Das Land Niedersachsen empfiehlt, das Ticket bei einem regionalen Anbieter zu kaufen, damit „das Geld möglichst in der Region bleibt.“

Das nicht an andere Nutzer übertragbare Deutschlandticket gilt bundesweit im Regional- und Nahverkehr in der 2. Klasse. Das heißt in den Zügen RB, RE, Metronom, Nordwestbahn, Westfalenbahn, enno, errixx sowie bei teilnehmenden Verkehrsverbünden in Bussen, Straßenbahnen, U-, S- und RS-Bahnen. 

Es ist nicht gültig in Fernbussen wie Flixbus und Fernzügen wie ICE, EC und IC der Deutschen Bahn oder anderer Anbieter wie Flixtrain.

Angeboten wird das Ticket nur im Abo ohne Mindestlaufzeit. Es gilt zunächst für einen Kalendermonat. Wird das Ticket nicht gekündigt, verlängert es sich automatisch um einen weiteren Monat. Bis mindestens 2025 soll es das Deutschlandticket geben.

Der App-Entwickler verspricht, dass Abschließen und Kündigen des Abonnements in der App in wenigen Schritten möglich sein wird. Kündigen kann man das Deutschlandticket stets bis zum 10. eines Monats. Dann ist es noch bis zum Monatsende gültig.

Bestandskunden werden über ihre Optionen informiert. „Wer bereits ein Abonnement beim Verkehrsbetrieb vor Ort hat, braucht nichts zu unternehmen. Die Verkehrsunternehmen melden sich rechtzeitig bei ihren Kundinnen und Kunden, wie es mit dem Abonnement weitergeht und wie sie bei Interesse in das Deutschlandticket-Abo wechseln können“, erklärte Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD).

Rabatt für Jobticket-Nutzer: Wenn ein Arbeitgeber mindestens 25 Prozent des Ticketpreises übernimmt, zahlen seine Beschäftigten höchstens 34,30 Euro im Monat für das Deutschlandticket.

Die niedersächsische Landesregierung will 2024 ein 29-Euro-Ticket für Schüler, Azubis und Freiwilligendienstler mit bundesweiter Gültigkeit als vergünstigtes Deutschlandticket einführen. Bis dahin können Studenten freiwillig ihr Semesterticket zum Deutschlandticket upgraden, indem sie den Differenzbetrag an den jeweiligen Verbund oder das Verkehrsunternehmen bezahlen.

Beim Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen VBN kostet das Upgrade 16,60 Euro pro Monat. Studenten der Uni Osnabrück müssen 23,74 Euro bei den Verkehrsbetrieben Osnabrück draufzahlen.

Das Deutschlandticket erlaubt keine Mitnahme weiterer Personen, Hunde oder Fahrräder. Ob Nutzer diese bei bestimmten Fahrten kostenlos mitnehmen dürfen, hängt von den Vorgaben des regionalen Verkehrsunternehmens ab. Kinder bis einschließlich fünf Jahre fahren bundesweit kostenlos mit.

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