London  Nagelsmann beim FC Chelsea im Gespräch – Kein Rat von Thomas Tuchel

Alexander Barklage
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Von Alexander Barklage
| 02.04.2023 21:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ex-Bayern Coach Julian Nagelsmann ist als Nachfolger von Graham Potter im Gespräch. Foto: imago-images/MIS
Ex-Bayern Coach Julian Nagelsmann ist als Nachfolger von Graham Potter im Gespräch. Foto: imago-images/MIS
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Graham Potter übernahm im September das Traineramt beim FC Chelsea. Er war Nachfolger von Thomas Tuchel. Die Londoner stehen in der Liga nur auf Platz elf. Ex-Bayern Trainer Julian Nagelsmann gilt als möglicher Kandidat.

Nach nur sieben Monaten im Amt ist Graham Potter beim FC Chelsea schon wieder Geschichte. Der Nachfolger von Thomas Tuchel auf der Bank der „Blues“ musste nach der 0:2-Heimniederlage gegen Aston Villa gehen.

Mit dem FC Chelsea schaffte Potter zwar den Einzug ins Viertelfinale der Champions League und bezwang unter anderem im Achtelfinale Borussia Dortmund, aber in der Premier League liegen die Londoner auf einem enttäuschenden elften Rang und werden sehr sicher die Qualifikation für die internationalen Plätze verpassen.

Im Viertelfinale der Champions League trifft Chelsea auf Titelverteidiger Real Madrid. Zunächst wird Co-Trainer Bruno Saltor übernehmen. Als ein möglicher Kandidat für die Potter-Nachfolge wird auch Julian Nagelsmann gehandelt. Das schreibt auch Insider Fabrizio Romano, der auch als Erster über das Aus von Nagelsmann bei den Bayern berichtete.

„Der Club hat sich massiv verändert und massiv geändert. Und damit wurde es auch ein bisschen leichter für mich, Distanz zu kriegen. Deshalb hat es jetzt nicht die ganz großen Emotionen mehr ausgelöst“, sagte der 49-Jährige über Chelsea. Berichten zufolge soll Tuchels Vorgänger Julian Nagelsmann einer der Favoriten auf den Trainerposten beim Premier-League-Club aus London sein. Auf die Frage, ob er Nagelsmann raten würde, dort hinzugehen, antwortete Tuchel: „Deshalb brauche ich keinen Rat mehr geben, weil der Verein ein anderer ist, als ich ihn vorgefunden habe.“

Chelsea hatte sich am Sonntag von Potter getrennt. Ein halbes Jahr etwa war er nur im Amt, nachdem er Tuchel abgelöst hatte. Als Elfter in der Premier League sind die „Blues“ von ihren Ansprüchen meilenweit entfernt und drohen auch die Qualifikation für die Champions League zu verpassen.

Nach der Übernahme des Clubs durch ein Konsortium um den US-Geschäftsmann Todd Boehly - hatte Chelsea in der Premier League einen Rekord aufgestellt und mehr als 300 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben. Die mehr als 600 Millionen Euro in dieser Saison sind mehr Geld, als alle Bundesliga-Clubs diese Spielzeit zusammen ausgegeben haben.

Die Rekord-Einkaufstour des FC Chelsea versetzt die europäische Konkurrenz in Staunen - und sorgt für deutliche Kritik. Atemberaubende 121 Millionen Euro bezahlten die Londoner für den 22 Jahre alten argentinischen Weltmeister Enzo Fernández von Benfica Lissabon. So viel hatte zuvor noch nie ein britischer Fußballclub für einen Spieler ausgegeben. Damit steigt die Summe der Transferausgaben der Londoner, die in diesem Januar insgesamt acht Spieler geholt haben, auf umgerechnet mehr als 320 Millionen Euro.

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