Sanierung von Bauwerken Stadt Emden nimmt weitere Brückensanierungen in Angriff
Derzeit wird die Radfahrer- und Fußgängerbrücke über die A 31 zwischen Constantia und Constantia-West repariert. Weitere Projekte sind in der Planung.
Emden - Die Stadt Emden setzt die Sanierung von Brücken in Emden fort. In der vergangenen Woche ist mit Reparaturarbeiten an der Verbindung für Radfahrer und Fußgänger begonnen worden, die über die Autobahn 31 führt und die Stadtteile Constantia und Constantia-West verbindet.
Es handele sich dabei um Unterhaltungsarbeiten, teilte die Pressestelle der Stadt dieser Zeitung auf Anfrage mit. Die Beseitigung der Schäden habe man bewusst in die Osterferien gelegt, weil die Verbindung insbesondere von Schülerinnen und Schülern intensiv genutzt werde. Wenn alles nach Plan läuft, werden die Arbeiten noch innerhalb der Ferien abgeschlossen. Zu den Kosten dieses Projekts machte die Stadt keine Angaben.
Neubau über das Larrelter Tief
Die Radfahrer- und Fußgängerbrücke über das Larrelter Tief zwischen Constantia und Conrebbersweg soll demnächst komplett erneuert werden. Die Stadt hat den Neubau dieser Verbindung vor einigen Tagen öffentlich ausgeschrieben. Zuvor seien intensive Abstimmungen mit der Deutschen Bahn erforderlich gewesen, schreibt die Pressestelle. Zu dem Zeitplan und den Kosten könne gegenwärtig noch nichts gesagt werden, weil zunächst das Ergebnis der Ausschreibung abgewartet werden müsse. Danach müssten die weiteren Arbeiten zunächst mit der Bahn erörtert werden.
Keine Angaben machte die Stadt zu weiteren Sanierungen von Brückenbauwerken. Zuletzt hatte der städtische Bau- und Entsorgungsbetrieb zehn besonders marode Verbindungen auf ihrer Liste. Dazu gehört unter anderem auch die Fußgänger- und Radfahrerbrücke, die die Bolardusstraße im Stadtteil Barenburg mit den Wallanlagen verbindet. Dafür liefen die Planungen, heißt es.
Wie geht es mit der Wallbrücke weiter?
Unklar bleibt zunächst, wie es mit der historischen Brücke auf dem Emder Wall weitergeht, die am Albringwehrster Zwinger über das Hinter Tief führt. Das Baudenkmal aus dem Jahr 1789 ist baufällig, weil das Mauerwerk des Tonnengewölbes aus roten Ziegeln bröckelt und Risse hat.
Die Situation war im vergangenen Herbst so bedrohlich geworden, dass der BEE Konsequenzen zog. Die Passage wurde bis auf Weiteres für den Sportbootverkehr in beide Richtungen gesperrt, weil die Gefahr besteht, das Mauerteile herabstürzen.
Umleitungen für Boote gelten weiter
Freizeitskipper werden aus beiden Richtungen über den Stadtgraben umgeleitet. Kurios: Für die Beschilderung der Umleitungen und für das Durchfahrtsverbot stellte der BEE herkömmliche Verkehrszeichen im Wasser des Hinter Tiefs und des Stadtgrabens auf, die eigentlich nur für den Straßenverkehr gelten. In der Innenstadt gibt es erste Hinweise auf die Brückensperrung im Umfeld der Kunsthalle.
Fußgänger und Radfahrer können nach wie vor über die Brücke gehen beziehungsweise fahren. Unklar ist aber, wie lange noch. Dieser Abschnitt des Walls zwischen dem Aufgang bei der Pizzeria an der Auricher Straße und der Verbindung in das Kulturviertel ist stark frequentiert. Auch viele Schülerinnen und Schüler nutzen ihn. Der BEE beauftragte zwischenzeitlich ein Ingenieurbüro damit, das 233 Jahre alte Bauwerk zu untersuchen und ein Konzept für die Sanierung zu entwickeln. Das Projekt müsse auch mit den Denkmalschutzbehörden abgestimmt werden.
Insgesamt gibt es derzeit 108 Brücken im Stadtgebiet. Acht davon sind beweglich, sind also Klapp- oder Drehbrücken.
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