Millionenprojekt in Uplengen  Remels bekommt Kunstrasen und neues Leichtathletik-Stadion

Tobias Rümmele
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Von Tobias Rümmele
| 04.04.2023 13:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Auch nach ergiebigem Regen sollen künftig in Uplengen Fußballer auflaufen können. Foto: Archiv/Doden
Auch nach ergiebigem Regen sollen künftig in Uplengen Fußballer auflaufen können. Foto: Archiv/Doden
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Für mehr als zwei Millionen Euro baut die Gemeinde Uplengen einen modernen Kunstrasenplatz. Das weckt auch in Nachbargemeinden Begehrlichkeiten.

Remels - Es ist ein Großprojekt, von dem viele profitieren sollen. In Remels entsteht seit vergangener Woche eine neue Sportanlage. Es entstehen Leichtathletik-, Freizeitsportanlagen und ein moderner Kunstrasenplatz. „Das ist ein Meilenstein“, sagt Bürgermeister Heinz Trauernicht (parteilos). „Hier wird etwas Großes geschaffen.“ Sein Verwaltungskollege aus dem Bauamt Thorsten Stephan ergänzt: „Wir sind Pioniere im Landkreis Leer.“ Und tatsächlich: Mit Ausnahme der Insel Borkum gibt es bislang im Kreisgebiet keinen Kunstrasenplatz. Ein solcher bleibt auch bei Regenperioden bespielbar.

Was und warum

Darum geht es: In Remels entstehen neue Sportanlagen.

Vor allem interessant für: Schülerinnen, Schüler, Vereinssportler

Deshalb berichten wir: Es entsteht jenseits Borkums der erste Kunstrasenplatz im Landkreis Leer.

Den Autor erreichen Sie unter: t.ruemmele@zgo.de

Was genau ist geplant?

In Remels entsteht einerseits ein moderner Kunstrasenplatz. Modern heißt in diesem Fall auch, dass der Platz ohne Gummigranulat auskommt. Doch auch andere Sportarten als der Fußball kommen auf ihre Kosten. So wird eine neue Stadionlaufbahn entstehen. Hinzu kommen Sprunggruben und Wurfanlagen für die Leichtathletik.

Auch der Fitness-Sport wird berücksichtigt. So entsteht ein Calisthenics-Park, wie es ihn etwa bereits in Moormerland und Ostrhauderfehn gibt. Hier können sich Bürgerinnen und Bürger an verschiedenen Kraft-Geräten körperlich ertüchtigen.

Von dem Projekt werden mehrere Uplengener Sportvereine profitieren. Grafik: Gemeinde Uplengen
Von dem Projekt werden mehrere Uplengener Sportvereine profitieren. Grafik: Gemeinde Uplengen

Die neuen Anlagen entstehen auf dem Gelände des bisherigen Leichtathletik-Stadions. Die ursprüngliche Idee, an einem anderen Standort eine völlig neue Anlage zu bauen, wurde aus Kosten- und Naturschutzgründen verworfen.

Wer profitiert davon?

In erster Linie können sich die Sportvereine aus Uplengen über die Anlage freuen. Ganz besonders der VfB Uplengen. Er erhält einen dauerhaft bespielbaren Fußballplatz. Es steht aber bereits fest, dass in Zeiten von schlechtem Wetter die umliegenden Vereine aus Uplengen die Anlage ebenfalls nutzen können. „Bei schlechtem Wetter können hier auch zwei Mannschaften parallel trainieren“, sagt VfB-Vorsitzender Ernst Baumann. Auch aus anderen Gemeinden hätten bereits Vereine angefragt, erklärt Bürgermeister Heinz Trauernicht. Bei ihnen solle dann individuell nach möglichen Lücken in der Platzbelegung gesucht werden. Fest steht aber: „Hier wird immer Leben sein, das kann ich schon jetzt versprechen“, so Trauernicht.

Eine zweite große Gruppe, die von den modernen Anlagen profitieren wird, sind die Schülerinnen und Schüler der Oberschule Remels, die direkt neben dem Sportplatz beheimatet ist. „Von 7.45 Uhr bis 15.30 Uhr können wir den Sportplatz nutzen“, freut sich Schulleiter Klaas Krieger. Der Pädagoge ist begeistert von der künftigen Anlage. „Das ist traumhaft“, sagt er. Es gebe bereits jetzt eine enge Kooperation mit dem VfB Uplengen, der für die Schülerinnen und Schüler etwa Sport-AGs anbietet.

Nicht zuletzt soll gerade mit dem Calisthenics-Park aber auch ein dezentraler Treffpunkt entstehen. „Gemeinsam trainieren und zusammen Freizeit verbringen“, heißt es dazu in der Präsentation der Gemeindeverwaltung.

Was kostet das?

Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen belaufen sich voraussichtlich auf etwa 2,2 Millionen Euro. 1,82 Millionen kostet der Bau der Anlage, 120.000 Euro fallen für elektrische Maßnahmen wie Parkplatzbeleuchtung und Blitzschutz an, 250.000 Euro sind für Genehmigungs- und weitere Nebenkosten vorgesehen.

Mit Fördermitteln in Höhe von 400.000 Euro beteiligt sich das Land Niedersachsen am Bau der neuen Anlagen. Trotzdem gilt für die Kosten: „Für eine derartige Gemeinde ist das ein riesiger Schluck aus der Flasche“, so Bürgermeister Trauernicht. Es gebe jedoch bei Verwaltung und Politik einen einstimmigen Konsens für das Projekt.

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