Kinderbetreuung in Leer Es fehlen weiterhin Erzieherinnen in den Kindergärten
Zwischenzeitlich war die Lage in den Leeraner Kindergärten dramatisch. Weil Erzieherinnen fehlten, mussten Öffnungszeiten eingeschränkt werden. Heute ist es besser, aber noch lange nicht gut.
Leer - Die Personalsituation in den drei städtischen Kindergärten – Leerort, Rasselbande und Kita Niedersachsenring – sei nach wie vor angespannt. Das sagte Björn Steinau vom Fachdienst Jugend, Schule und Sport der Stadtverwaltung jüngst den Mitgliedern des Kinder- und Jugendausschusses: „In den meisten Fällen können Abgänge nicht sofort durch Neueinstellungen aufgefangen werden.“
Deshalb reiße eine Kündigung, wie vor Kurzem in der Kita Niedersachsenring, wo eine Erzieherin innerhalb des Stadtgebiets zu einem anderen Träger gewechselt war, für eine gewisse Zeit eine Lücke. Das Problem: Es gibt viel zu wenige Erzieherinnen oder Erzieher, die eine Stelle suchen. „Und die, die suchen, haben die freie Wahl“, sagt Steinau.
Zwei Langzeit-Erkrankte
Erschwerend komme derzeit für die Stadt hinzu, dass es in zwei der städtischen Kindergärten jeweils eine Langzeit-Erkrankte gebe. „Wenn es dann zusätzlich noch einen oder gar mehrere Krankheitsfälle in einer Einrichtung gibt, kann das dazu führen, dass für einige Tage oder eine Woche das Betreuungsangebot eingeschränkt werden muss“, sagt Steinau.
Und das, obwohl die Stadt zwei Erzieherinnen über eine Personaldienstleistungs-Agentur rekrutiert habe – und diese deutlich höher bezahle als direkt bei der Stadt angestellte Erzieherinnen. Beides seien keine Vollzeit-Mitarbeiterinnen, die seien selbst über die Agentur derzeit nicht zu bekommen, macht Steinau deutlich, wie schwierig die Situation in diesem Bereich grade auf dem Arbeitsmarkt ist.
Die Stadt hat zum vergangenen August die Vereinbarung mit dem Landkreis aufgekündigt, wonach sie – wie die anderen Kommunen im Kreis auch – für ihn die Verantwortung für die Kinderbetreuung übernimmt. Bis Mitte kommenden Jahres betreibt sie aber weiterhin die drei städtischen Kindergärten, die Kosten allerdings trägt der Landkreis.