Berlin Umbau geht weiter: Pistorius will 160 Stellen im Verteidigungsministerium streichen
Boris Pistorius will rund 160 Stellen auf Leistungsebene im Bundesverteidigungsministerium streichen. Schon seit mehreren Jahren gibt es Kritik an der Dysfunktionalität der Behörde.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will einem Zeitungsbericht zufolge den Leitungsbereich seines Ministeriums massiv verkleinern. Rund 160 der knapp 370 Stellen dort sollen gestrichen werden, wie die „Bild“-Zeitung am Mittwoch berichtete. Dem Bericht zufolge werden beispielsweise der Stab „Organisation und Revision“ sowie der Stab „Strategische Steuerung Rüstung“ aus der Leitung herausgelöst. Der Bereich des Generalinspekteurs werde stark reduziert, schreibt die „Bild“-Zeitung weiter.
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Auch die Büros der Staatssekretäre sollen der Zeitung zufolge verkleinert werden – von knapp 20 Mitarbeitern auf fünf bis sechs. Die Abteilungsleiter im Ministerium hingegen sollen laut dem Bericht mehr Verantwortung bekommen.
Der Umbau soll nach Angaben der „Bild“-Zeitung bereits zum 15. Mai erfolgen. Für den 18. April ist demnach eine Abteilungsleiterbesprechung angesetzt, zwei Tage später soll die Reform bei einer außerordentlichen Personalbesprechung verkündet werden. Im Herbst solle ein weiterer Reform-Schritt folgen, der den Rest des Ministeriums betrifft. Insgesamt sollen der Zeitung zufolge zehn bis 20 Prozent Personal eingespart werden.
SPD-Politiker Pistorius hatte im Januar das Amt des Bundesverteidigungsministers angetreten und Christine Lambrecht (SPD) abgelöst, die nach nur gut 13 Monaten im Amt ihren Rücktritt erklärt hatte – nach massiver Kritik an ihrer Amtsführung und einem rapiden Ansehensverlust in der Öffentlichkeit.