Heimsieg gegen Leer  TuS Esens ist mit zwölf Punkten Vorsprung so gut wie durch

Heiner Steenhoff
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Von Heiner Steenhoff
| 10.04.2023 19:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Manuel Meints konnte sich gegen Leer über einen Doppelpack freuen. Foto: Steenhoff
Manuel Meints konnte sich gegen Leer über einen Doppelpack freuen. Foto: Steenhoff
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Der Aufstieg in die Fußball-Landesliga ist dem TuS Esens kaum noch zu nehmen. Im Heimspiel gegen Germania Leer reichte dem Tabellenführer eine durchschnittliche Leistung.

Esens - Eine starke Leistung zeigte Tabellenführer TuS Esens am Ostermontag gegen Germania Leer über 90 Minuten nicht. Letztlich reichte aber eine starke erste Halbzeit zu einem verdienten 3:1-Heimerfolg gegen den Tabellenvierzehnten. Da zudem die nächsten Konkurrenten im Meisterschaftskampf aber alle ihre Partien am Osterwochenende verloren, ist der Vorsprung der Esenser auf zwölf Punkte angewachsen.

„Vor allem im zweiten Abschnitt war es von unserer Seite ein zerfahrenes Spiel,“ stellte Esens-Trainer Ralf Backhaus nach der Begegnung fest. „Dabei wollten wir eigentlich nach der Pause schnell ein viertes Tor vorlegen, um Ruhe zu haben. Am Ende war der Sieg verdient. Mehr als Schulnote drei minus war die Leistung meiner Mannschaft aber nicht,“ meinte Backhaus mit einem Schmunzeln.

Böiger Wind macht zu schaffen

Beiden Mannschaften machten über 90 Minuten der böige Wind zu schaffen. So landeten vor allem in der Anfangsphase im Spielaufbau zahlreiche Anspiele des Tabellenführers im Seitenaus. Mit zunehmender Spieldauer bestimmte Esens dann jedoch durch frühes Attackieren des Gegners schon in dessen Hälfte die Partie. Torchancen ergaben sich für den Tabellenführer zunächst jedoch noch nicht. Mit der ersten guten Einschussgelegenheit in der 17. Minute hieß es dann aber 1:0 für Esens. Manuel Meints wurde gut 20 Meter mittig vor dem Leeraner Tor angespielt, setzte sich gegen drei Gegenspieler durch und traf mit einem Schuss aus 11 Metern ins Leeraner Tor.

TuS-Trainer Ralf Backhaus war mit seinem Team nur teilweise zufrieden. Foto: Steenhoff
TuS-Trainer Ralf Backhaus war mit seinem Team nur teilweise zufrieden. Foto: Steenhoff

Knapp 60 Sekunden später vergab Torben Freudenberg das mögliche 2:0, als ein Abschlag von Germanias Torhüter Tom-Lukas Bünting genau bei ihm landete. Seinen Schuss aus 18 Metern konnte der Leeraner Schlussmann jedoch parieren. In der Folge spielte sich das Spielgeschehen fast ausschließlich in der Gästehälfte ab. Es dauerte jedoch gut 20 Minuten bis zum zweiten Treffer. Wieder war Meints beteiligt.

Spieldaten

TuS Esens: Havemann; R. Til, Ahrends, F. Til, F. Rosenboom, M. Pinkernell (73. Köneke), Martens (73. J. Backhaus), N. Pinkernell, N. Sukowski (88. Keiser), Meints, Freudenberg (46. Taddigs)

Germania Leer: Bünting; Zeneli, Watzema, Bustos, Kaßmann, Jeschke (67. Bonitto), Jarrett, Meiners, Owoeye, Mohammed (46. Steinbach/77. Anyanwu), Schick

Tore: 1:0 Meints (17.), 2:0 N. Pinkernell (37.), 3:0 Meints (39.), 3:1 Schick (70.)

Wuchtiger Volleyschuss

Seinen wuchtigen Volleyschuss konnte Bünting nur zur Seite abwehren, und Niklas Pinkernell schob aus drei Metern zum 2:0 ein. Das Zustandekommen des 3:0 nur zwei Minuten später war fast identisch. Diesmal zog Finn Rosenboom aus 14 Metern ab und Meints konnte den von Bünting abgewehrten Schuss ohne Mühe einschieben. Die Gäste, die sich zwar um spielerische Akzente bemühten, kamen letztlich bis zur Pause zu keiner nennenswerten Torchance.

Nach dem Wechsel bestimmten zunächst weiter die Gastgeber das Spiel. Dies änderte sich jedoch nach gut einer Stunde. Leer wurde optisch überlegen und hätte nach 57 Minuten fast ein Tor erzielt. Ein Freistoß der Gäste rutschte durch die gesamte Esenser Abwehr und Torhüter Jannes Havemann konnte nur mit einem Reflex einen Torerfolg von Germania abwehren. Weitere Torchancen ergaben sich zunächst nicht. Als die Esenser Verteidigung nach 70 Minuten einen Ball nach einer Ecke nicht klären konnte, fiel dann doch das 3:1 durch einen 16 Meter Schuss von Salim Schick.

Erst in der Schlussphase hatte dann Tammo Watzema (90.) noch eine Riesenchance, als er aus wenigen Metern und völlig freistehend mit seinem Schuss an Torhüter Havemann scheiterte. Letztlich blieb es beim 3:1. „Im ersten Abschnitt waren wir keine drei Tore schlechter als Esens“, lautete das Fazit von Leers Trainer Arndt Watzema. „Wir sind dann in der zweiten Halbzeit zurecht zum Anschlusstreffer gekommen und haben eine gute Leistung gezeigt. Darauf können wir in den nächsten Wochen aufbauen.“

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