Neues Projekt Neuigkeiten zum Mehrgenerationenplatz in Pewsum
Hinter dem Schwimmbad und dem Jugendzentrum soll in Pewsum ein Platz für alle Generationen entstehen. Nun haben die Verantwortlichen den aktuellen Stand der Dinge vorgestellt.
Pewsum - Was bewegt die alten Menschen, was die jungen? Welche Anforderungen stellen die verschiedenen Generationen an einen Platz, der von allen genutzt werden soll? Diese Fragen waren Thema eines Workshops, der Ende März zum Thema Neunutzung des Sandplatzes hinter dem Jugendhaus und dem Schwimmbad in Pewsum, stattgefunden hat. Am Mittwoch haben die Verantwortlichen bei einem Pressegespräch im Pewsumer Rathaus nun die Ergebnisse vorgestellt.
Was sagen die Jugendlichen?
„Wir wünschen uns einen Platz, an dem wir unsere Zeit verbringen können“, sagt Dieko Hillebrand. In seinem Dorf seien die Angebote begrenzt, berichtet der Jugendliche aus Uttum. „Wir könnten zum Beispiel mit dem Fahrrad nach Pewsum fahren, dort etwas essen und dann müsste man nicht direkt nach Hause fahren. So ein Platz würde dafür die beste Möglichkeit bieten“, sagt er. Auch Neelko Janssen kommt aus Uttum. Er berichtet, dass mehrere Jugendliche aus den umliegenden Dörfern Interesse an dem Mehrgenerationenplatz gezeigt hätten. „In Eilsum dürfen wir leider nicht mehr auf unseren Platz, weil dort Ältere randaliert haben“, sagt Tine Geerling. Auch in Groothusen sehe es mau aus, sagt Talea Wiltfang. „Auf dem Platz hätte man dann die Möglichkeit, sich mit 20 Leuten zu treffen und zum Beispiel zu Murmeln“, sagt Janssen. Das Murmeln ist in Uttum eine beliebte Beschäftigung, deshalb wünschen sich die Jugendlichen für den Mehrgenerationenplatz auch eine Murmelbahn.
Als Vorschläge nennen sie neben der Murmelbahn auch einen Basketball- oder Beachvolleyballplatz, einen Sandspielbereich für die jüngeren Kinder sowie eine überdachte Sitzgelegenheit mit Grilloption. Besonders wichtig war den Kindern und Jugendlichen, dass der Platz ein sicherer Ort für alle wird. Dazu gehöre zum einen, dass auch an Menschen mit Behinderung und Senioren gedacht und der Platz barrierefrei gestaltet wird. Zum anderen wünschen sie sich aber auch etwa eine gute Beleuchtung und Schließfächer für ihre Wertgegenstände.
Was sagen die Senioren?
Peter Saathoff setzt sich beim Sozialverband Pewsum für die Interessen von Rentnern und Menschen mit Behinderungen ein. „Wir haben viele alleinstehende Menschen in der Krummhörn, die alleine zu Hause sitzen“, sagt er. Den Mehrgenerationenplatz sieht er als Chance, diesen Menschen mehr Kommunikationsmöglichkeiten und Geselligkeit zu bieten. „Das wäre ein Platz an der frischen Luft. Die alten Menschen könnten sich dort hinsetzen und ins Gespräch kommen. Und es kostet nichts“, sagt Saathoff. Außerdem betont er, dass sich die Senioren keine Angebote wünschen, die nur von ihnen genutzt werden könnten. Vielmehr gehe es um ein Miteinander: Als Beispiel nennt er Freiluftschach, bei dem der Opa mit seinem Enkel Schach spielen kann. Auch den Senioren war eine überdachte Sitzmöglichkeit wichtig. Generell habe sich gezeigt, dass die Vorstellungen der Jugendlichen und Senioren gar nicht so weit auseinanderlägen.
Was sagt der Arbeitskreis?
Der Arbeitskreis besteht neben Gemeindejugendpfleger Christian Behringer aus SWK-Politikerin Nadine Booken, Jochen Risto und Detlef Hillers vom TuS Pewsum, Moderator Timo Schneider von der Kreisvolkshochschule sowie Fachberaterin Ariane Hölscher. Die Verantwortlichen erhoffen sich, dass durch den Mehrgenerationenplatz längerfristige Projekte entstehen. Als Beispiele nennt Jochen Risto etwa Konzerte, Grillabende oder einen Open-Air-Kinoabend. „Wir sind sehr froh, dass sich die Jugendlichen so rege beteiligen, nun dürfen wir nur den Kontakt nicht verlieren.“ Auch das Einbeziehen der Pewsumer Vereine ist dem Arbeitskreis wichtig.
Wie lief die Veranstaltung ab?
„Wir haben uns mit 40 Personen in der Mensa der IGS getroffen“, sagt Christian Behringer. Die anfängliche Sorge, dass es schwer werden würde, die Jugendlichen mit ins Boot zu holen, bestätigte sich scheinbar nicht: Es nahmen 35 Jugendliche, fünf Senioren und der Arbeitskreis teil.
In kleineren Gruppen hätten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach der Aufwärmphase intensiv mit folgenden Fragen auseinandergesetzt: Was ist das Beste, das auf dem Platz stattfinden kann? Was ist das Schlimmste, das auf oder mit dem Platz passieren könnte? Wie sollen Platz, Schule, Vereine und Jugendzentrum miteinander verbunden sein? Welche Personengruppen besuchen den Platz? Welche Bedürfnisse haben sie? Was würde mich auf den Platz locken? Was bewegt mich?