Bedarfsanalyse So lief die Bereisung der Krummhörner Grundschulen und Kitas
Die Leiter der Einrichtungen zeigen sich bei einer Umfrage dieser Zeitung durchweg zufrieden mit dem Besuch. Nun muss die Politik entscheiden, wie es weiter geht.
Krummhörn - Wie viele Schulen braucht eine Flächengemeinde wie die Krummhörn? Wie viele Plätze in den Kindertagesstätten (Kitas) sind nötig, damit alle Kinder auch in Zukunft versorgt werden können? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Krummhörner Politik nun schon seit längerem. In einer Bedarfsanalyse durch die Firma Biregio wurden mögliche Potenziale und Empfehlungen zusammengefasst. Bevor über die Zukunft der Standorte öffentlich entschieden wird, hat die Politik nun alle Kita- und Grundschulstandorte bereist, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Dafür haben sie sich am Freitag und am Samstag je Kita oder Schule eine halbe Stunde Zeit genommen. Wie ist die Stimmung in den Einrichtungen?
Das sagen die Schulen
Die Schulleitungen zeigen sich nach einer Umfrage dieser Zeitung durchweg zufrieden mit den Besuchen des Rates. „Wir sind gemeinsam mit den Damen und Herren durch das Gebäude gelaufen“, sagt Hauke Piper, Leiter der Grundschule Jennelt. „Der Umgang miteinander war sehr wertschätzend. Ich konnte in den Austausch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Bereisung gehen, die positiven Merkmale unserer Schule und unsere Arbeit an der Schule erläutern und Rückfragen, insbesondere zum Thema Inklusion, beantworten“, schreibt Ivonne Behnke, Leiterin der Grundschule Greetsiel. Auch Thomas Ukena, Leiter der Grundschule Pewsum, geht positiv gestimmt aus dem Termin. Die Fragen und Gespräche seien konstruktiv und zielführend gewesen. Die Ergebnisse seien nun abzuwarten.
Das sagen die Kitas
Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den Kitas ab. „Es hat einige gute Gespräche gegeben - ich bin zufrieden“, sagt Angelika Oltmanns, Leiterin der Kita in Greetsiel. Ida Kostrewa leitet die Kitas in Eilsum und in Visquard: „Ich finde es sehr wertschätzend, dass sie da waren und sich die Zeit genommen haben. Es ist ja doch was anderes, wenn man sich vor Ort ein Bild von der Lage macht“, sagt sie. Auch Siek Postma, Pastor der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde in Jennelt, hat an dem Termin teilgenommen, da die Kirche Träger der Kita in Jennelt ist. „Das war eine sehr entspannte und nette Atmosphäre“, sagt er. Gemeinsam mit der Kita-Leitung habe man vor der Runde von den Problemen und Herausforderungen berichten können. „Wir haben versucht, deutlich zu machen, dass wir mehr Kita-Plätze brauchen. Die Mitglieder der Gruppe haben wahrgenommen, was hier Sache ist. Das war also ein konstruktiver Termin“, sagt Postma.
So geht es nun weiter
Die Grundschulen müssen ab 2026 bundesweit verpflichtend ein Ganztagesangebot vorhalten. Nach aktuellem Stand ist das vor allem in Greetsiel und Loquard nicht ohne Weiteres realisierbar, auch weil die Schulen dies baulich nicht hergeben. Wenn man bis dahin die Bildungslandschaft in der Krummhörn neu ordnen will, ist dies ein durchaus sportliches Programm. Deswegen hofft Bürgermeisterin Hilke Looden (parteilos), dass spätestens bis zur politischen Sommerpause zumindest eine grundlegende Entscheidung getroffen wird, sagte sie bei einer Informationsveranstaltung Anfang März. Für diese Entscheidung ist die Politik zuständig.
Wenn das Thema nicht wieder verschoben wird, sollen die Analyse zu den Kitas und Schulen sowie die Ergebnisse der Bereisung am 27. April im Bildungsausschuss der Gemeinde öffentlich vorgestellt und diskutiert werden.
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