Wiesbaden  Bericht: Immer mehr Rentner in Deutschland auf Grundsicherung angewiesen

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Von afp
| 24.04.2023 08:40 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Immer mehr Rentner in Deutschland sind auf staatliche Grundsicherung angewiesen. Foto: imago images/Michael Gstettenbauer
Immer mehr Rentner in Deutschland sind auf staatliche Grundsicherung angewiesen. Foto: imago images/Michael Gstettenbauer
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Angesichts der hohen Inflationen sind in Deutschland immer mehr Rentner auf staatliche Grundsicherung angewiesen. Doch der Trend hat noch einen anderen Grund.

Immer mehr Rentner in Deutschland sind angesichts der Inflation sowie infolge des Ukraine-Krieges auf staatliche Grundsicherung angewiesen. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Montag unter Berufung auf aktuelle Daten des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden berichteten, bezogen im Dezember 2022 rund 660.000 Rentner Grundsicherung. Dies entspricht einem Anstieg von zwölf Prozent im Jahresvergleich. Von September bis Dezember 2022 stieg die Zahl der Empfänger von Grundsicherung demnach um etwa 11.000.

Grundsicherung im Alter können alle Menschen beantragen, welche die Altersgrenze für die Rente überschritten haben und deren Einkommen nicht ausreicht, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Seit Juni 2022 haben auch Geflüchtete aus der Ukraine im Rentenalter unter den üblichen Voraussetzungen Anspruch auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch statt wie zuvor nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Es seien aber „nicht nur Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, sondern auch mehr Rentner rutschen hierzulande in die Altersarmut“, sagte der Linken-Bundestagsfraktionschef Dietmar Bartsch, den Funke-Zeitungen.

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Angesichts der Preisexplosionen bei Lebensmitteln und Energie als „Armutskatalysator“ sei eine Erneuerung des Rentensystems immer dringlicher. Das Rentenniveau müsse angehoben werden, forderte Bartsch. „In diesem Jahr wäre eine einmalige Rentenerhöhung von zehn Prozent notwendig.“ Darüber hinaus fordere die Linksfraktion „eine solidarische Mindestrente in Höhe von 1200 Euro“.

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