Mobile Möbel für Leeraner Innenstadt  Aus Parkbuchten werden Mini-Terrassen

Katja Mielcarek
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Von Katja Mielcarek
| 25.04.2023 11:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Mit der Umgestaltung der Ledastraße war die Stadt ins Rennen um Fördergelder aus dem Programm Perspektive Innenstadt gegangen. Foto: Wolters/Archiv
Mit der Umgestaltung der Ledastraße war die Stadt ins Rennen um Fördergelder aus dem Programm Perspektive Innenstadt gegangen. Foto: Wolters/Archiv
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Nachdem sich die Stadt von dem Projekt Umbau der Ledastraße fürs Erste verabschiedet hat, gibt es neue Pläne, wie man die Innenstadt beleben kann. Und die haben noch einen Zusatz-Nutzen.

Leer - Das Projekt Umbau der Ledastraße ist erst einmal gestorben, weil die Kosten dafür immer weiter gestiegen waren. Das alleine war schon eine schlechte Nachricht für Politik und Stadtverwaltung. Dass man nun deshalb gezwungen war, rund 800.000 Euro Fördergeld aus dem Programm Perspektive Innenstadt zurückzugeben, hat die Stimmung noch weiter gedrückt.

Nun hat die Stadtverwaltung eine Idee, wie sie vielleicht einen Teil der Förderung retten und gleichzeitig unter anderem die Ledastraße zeitweise zur Aufenthaltsfläche machen kann: Sie plant, bewegliches Mobiliar anzuschaffen, mit dem unterschiedliche Plätze in der Innenstadt – beispielsweise die Ledastraße, der Ernst-Reuter-Platz oder auch die Altstadt – zeitweise umgestaltet werden können. Konkret geht es um eine mobile und überdachte Bühne und verschiedene Parklets. Ein Parklet hat die Größe einer normalen Parkbucht und besteht in der Grundausstattung aus einem festen und ebenen Boden, auf dem beispielsweise Gastronomen Tische und Stühle stellen können. So wird aus einem Parkplatz kurzzeitig eine Terrasse.

Neue Hoffnung auf verloren geglaubte Förderung

Zwei dieser Parklets in Grundausstattung will die Stadt anschaffen. Dazu je zwei weitere mit Fahrradständern, mit festinstallierten Stühlen und Tischen sowie mit festinstallierten Ruhemöbeln. Wenn sie nicht im Einsatz sind, könnten sie im Bauhof zwischengelagert werden, sagte Bürgermeister Claus-Peter Horst (parteilos) den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses. Die sechs mal vier Meter große Bühne und die 16 Parklets kosten zusammen gut 270.000 Euro.

Die Stadtverwaltung will versuchen, diese Kosten über das Programm Perspektive Innenstadt fördern zu lassen. Das wurde aufgelegt, um den Kommunen zu helfen, die Innenstädte nach Corona wieder neu zu beleben. Leer hatte sich unter anderem mit dem Umbau der Ledastraße um die Förderung beworben und auch den Zuschlag bekommen. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass sich die Geldgeber auch darauf einlassen, statt des Umbaus die zeitweise Möblierung zu unterstützen.

Die Erschließung des jetzigen Parkplatzes auf dem Ernst-Reuter-Platz könnte auch über den Fördertopf finanziert werden, hofft die Stadtverwaltung. Foto: Nording/Archiv
Die Erschließung des jetzigen Parkplatzes auf dem Ernst-Reuter-Platz könnte auch über den Fördertopf finanziert werden, hofft die Stadtverwaltung. Foto: Nording/Archiv

Außerdem wolle man versuchen, die Erschließung der Fläche des Ernst-Reuter-Platzes, auf der jetzt noch zehn Parkplätze direkt am Wasser sind und auf der bald womöglich die Nordbar eröffnet wird, ebenfalls über das Programm fördern zu lassen, kündigte Horst an. Auch die Planung der Neugestaltung des Spielplatzes auf dem Ernst-Reuter-Platz wolle man mit einreichen. Wenn es klappt, bräuchte die Stadt statt 352.000 für die genannten Projekte nur 35.200 Euro zu zahlen.

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