Kapitän verlässt Grün-Weiß Firrels Eike Thaden wird Spielertrainer
Nach der Saison wird Eike Thaden den Fußball-Landesligisten GW Firrel verlassen und Spielertrainer in der Nähe seines Wohnortes. Im Nachholspiel gegen Friesoythe muss er passen.
Firrel - Das Kapitänsamt hat Eike Thaden schon vor rund drei Wochen niedergelegt. Aber nicht, weil er sich beim Fußball-Landesligisten GW Firrel nicht mehr wohlfühlen würde, sondern weil er den Verantwortlichen und auch der Mannschaft eine „sehr schwere Entscheidung“ mitteilen musste. Der Kapitän geht nämlich von Bord. Ab dem Sommer wird der 33-Jährige neuer Spielertrainer bei SuS Strackholt in der B-Klasse.
„Der Wechsel hat mehrere Gründe. Natürlich möchte ich mehr Zeit mit meiner Frau Fiona und unserer kleinen Tochter Stella verbringen. Zudem bin ich auch beruflich stärker eingespannt, so dass für mich der Zeitaufwand in der Landesliga mit den Trainingseinheiten und auch Spielen einfach zu hoch sein würde“, erklärte Thaden die Faktoren für den Schritt.
Seit 2015 bei GW Firrel
Er gehört bei GW Firrel zu den ganz „alten Hasen“, ist aus der Mannschaft eigentlich gar nicht mehr wegzudenken. Als er 2015 nach Firrel kam, waren mit Bernd und Ralf Grotlüschen und André Lücht auch schon drei Spieler im Kader, die auch jetzt noch für Firrel die Fußballschuhe schnüren.
Klar ist für Eike Thaden, dass er sich von seinen Grün-Weißen außerordentlich verabschieden möchte. Zum einen natürlich sportlich, aber zum anderen steht schon fest, dass er sich auf einer Party nicht lumpen lassen wird. „Ich bin mit Firrel noch nie abgestiegen. Und das wird auch so bleiben“, sagt Thaden. Im wichtigen Nachholspiel am Mittwoch (19.30 Uhr) gegen Hansa Friesoythe muss Spielertrainer Bernd Grotlüschen auf seinen Ex-Kapitän allerdings noch verzichten.
Schreckmomente am letzten Donnerstag
Denn am letzten Donnerstag gab es im Hause Thaden bange Momente. Eike verspürte starke Schmerzen im Brustbereich, seine Frau Fiona rief sofort den Krankenwagen. Nach eingehenden Untersuchungen wurde eine Lungenfellentzündung diagnostiziert. „Ich bin auf dem Wege der Besserung, muss mich aber noch ein paar Tage schonen“, ist sich Thaden sicher, dass er in den verbleibenden Spielen noch zum Ziel Klassenerhalt auch auf dem Platz wird beitragen können.
Ab dem Sommer beginnt dann ein neues Kapitel. Der bisherige Strackholter Trainer Wilhelm Eujen wird ihn beim Ziel unterstützen, mit Strackholt anzugreifen und den Aufstieg in die A-Klasse anzuvisieren. Dabei trifft er in der Strackholter Mannschaft auf sehr gute Bekannte. Zum einen spielt dort mit Marvin Tulke sein kleiner Bruder, zum anderen mit Denni Harms einer seiner besten Freunde. „Dem hatte ich immer schon versprochen, dass wir noch einmal zusammen auflaufen werden. Zudem kann ich zum Platz mit dem Fahrrad fahren, das ist für mich zeitlich alles wesentlich besser zu organisieren“, freut sich der OZ-Sportler des Jahres von 2019 auf seine neue Aufgabe. Auch beruflich ist er wesentlich stärker eingespannt, besucht derzeit häufig Lehrgänge, da er sich bei der Bundeswehr für die Feldwebel-Laufbahn entschieden hat.
Abschiedsspiel gegen St. Pauli?
Beim erfolgreichen Blick zurück fällt ihm zuerst der Landesliga-Aufstieg 2018 ein, aber auch das Freundschaftsspiel gegen Eintracht Frankfurt oder die Ostfriesland-Cup-Spiele seien unvergessliche Höhepunkte gewesen. Vielleicht klappt es ja noch mit einem ganz außergewöhnlichen Abschiedsspiel.
Thaden hofft, dass er vielleicht im Supercup-Spiel gegen den FC St. Pauli seinen Abschied im grün-weißen Trikot feiern könnte. „Es wird mit Sicherheit tränenreich werden“, glaubt Thaden. Nach mehr als acht intensiven Jahren für GW Firrel kein Wunder.
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