Berlin „Kann es nicht fassen“: Klimaaktivistin genervt von Maischberger-Fragen
In der ARD-Talkshow „Maischberger“ am Mittwochabend zeigt sich Klimaaktivistin Carla Hinrichs von der Gruppe „Letzte Generation“ äußerst dünnhäutig: Gereizt reagiert sie auf Aussagen von CDU-Politiker Philipp Amthor und Fragen der Moderatorin.
Keine Woche ohne Klima-Proteste: Die Gruppe „Letzte Generation“ hatte zuletzt am Montag versucht, Berlin lahmzulegen. Blockaden durch Klebeaktionen auf Straßen in der Hauptstadt verursachten ein Verkehrschaos. Auch Rettungswagen blieben dadurch im Stau stecken, wie die Berliner Innensenatorin Iris Spranger mitteilte. Ans Aufhören dachten die Aktivisten allerdings nicht, im Laufe der Woche folgten weitere Blockade-Aktionen.
In der ARD-Sendung „Maischberger“ am Mittwochabend konfrontierte die Moderatorin Klimaaktivistin Carla Hinrichs von der „Letzten Generation“ mit den steckengebliebenen Einsatzfahrzeugen wegen der Blockaden in Berlin. Sandra Maischberger: „Sie nehmen in Kauf, dass Menschen zu Schaden kommen?“ Diese Frage nervte Hinrichs, sie begann: „Ich kann es gerne zum hundertsten Mal in einer Sendung klarstellen.“ Die Moderatorin entschuldigend: „Das tut mir leid, dass Sie das müssen, wir haben darüber hier noch nicht geredet.“
Die Aktivistin erklärte, dass bei Protesten der „Letzten Generation“ auf die Möglichkeit zur Bildung einer Rettungsgasse geachtet werde. Einige Demonstranten würden sich aus diesem Grund nicht richtig festkleben und könnten schnell aufstehen, um Einsatzfahrzeuge durchzulassen.
Für CDU-Politiker Philipp Amthor in der „Maischberger“-Runde leuchtete die Erklärung jedoch nicht ein: „Das mit der Rettungsgasse stimmt nicht, das behaupten Sie“, führte er aus. Als Begründung gab Amthor an, durch die Proteste würde der Straßenverkehr derart behindert, sodass er sich für die Bildung einer Rettungsgasse nicht mehr entwirren lasse. Hinrichs ging darauf ein, indem sie feststellte, in Berlin gebe es doch ohnehin jeden Tag Verkehrschaos.
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Offenbar kein Freund der Aktionen der „Letzten Generation“, stellte Amthor auch klar, was er von den Forderungen der Gruppe halte. Er warf den Aktivisten, die sich für einen Gesellschaftsrat aussprechen, vor: „Sie wollen so eine Art Öko-Klimasozialismus und das ist mit uns nicht zu machen!“ Dieser Angriff war für Hinrichs zu viel. „Ich kann es irgendwie ehrlich gesagt nicht mehr fassen und ich weiß auch nicht, was ich in so einer Diskussionsrunde noch zu suchen habe“, reagiert sie äußerst angefasst. Sie beschuldigte Amthor, selbst keinen Plan zur Lösung der Klimakrise zu haben.
Video bei Twitter zeigt Zoff zwischen Klimaaktivistin Carla Hinrichs und CDU-Politiker Philipp Amthor:
Auch von Moderatorin Sandra Maischberger war die Aktivistin offenbar genervt: „Und ich habe hier eine Moderatorin, die mir immer wieder die gleichen Fragen stellt, die einfach die Gesellschaft nicht interessieren sollten!“
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Mehr Sympathien für die „Letzte Generation“ hatte der ehemalige Showmaster Frank Elstner übrig: „Ich wäre froh gewesen, wenn ich schon früher mit dabei gewesen wäre“, sagte er. Seine Generation habe „furchtbar viel verschlafen“. Elstner zeigte Verständnis dafür, wenn sich junge Leute für ihren Klima-Protest auf die Straße klebten.