ZDF-Krimi feiert Jubiläum Seit zehn Jahren kommt „Friesland“ aus Leer
2013 wurde der erste „Friesland“-Krimi für das ZDF in Leer gedreht. Seitdem hat sich einiges verändert. Nur ein Trio ist geblieben.
Leer - Vor zehn Jahren ging es los: Da fiel die erste Klappe für die Krimireihe „Friesland“ in Leer. Vor einigen Tagen feierten die Schauspierinnen und Schauspieler der Reihe dieses kleine Jubiläum. Auf einem Gruppenfoto, das Schauspielerin Theresa Underberg (sie spielt die Apothekerin Insa Scherzinger), im sozialen Netzwerk Instagram veröffentliche, sah man die Crew zusammen. Darunter schrieb Underberg: „10 Jahre FRIESLAND! 10 Jahre Friede, Freude, Fischbrötchen“ und ergänzte „Danke für alles“.
Was und warum
Darum geht es: Der „Friesland“-Krimi wird seit zehn Jahren in Leer gedreht.
Vor allem interessant für: Fans und Fernsehgucker
Deshalb berichten wir: Der Krimi rückt die Stadt Leer immer wieder in den Fokus eines ZDF-Millionenpublikums. Die Autorin erreichen Sie unter: n.nording@zgo.de
Im Mai 2013 starteten die ersten Dreharbeiten für „Mörderische Gezeiten“, damals noch mit Florian Lukas als Polizist Jens Jensen. Ihm folgte ab Folge fünf Schauspieler Maxim Mehmet als Polizist Henk Cassens. Bereits seit Beginn dabei sind neben Theresa Underberg auch Schauspielerin Sophie Dal als Polizistin Süher Özlügül und der stets schlechtgelaunte Kriminalhauptkommissar Jan (Brocki) Brockhorst, der vom stets bei Fanbegegnungen gutgelaunten Felix Vörtler verkörpert wird. Was wohl nur echte Fans wissen: Erst seit der zweiten Folge ist Holger Stockhaus der Bestatter Wolfgang Habedank zu sehen. In der ersten Folge war das noch Matthias Matschke, den man unter anderem aus der Serie „Pastewka“ oder der „Heute-Show“ kennt.
Während zunächst nur ein Film pro Jahr gedreht wurde, werden mittlerweile zwei Folgen jährlich in den Gassen der Altstadt, am Ditzumer Hafen oder auch in anderen Teilen Ostfrieslands gedreht. Für Leer eine riesige Werbung, schließlich schaltet regelmäßig ein Millionenpublikum im ZDF ein. „Die Bedeutung des Friesland-Krimis für die Stadt Leer ist im Laufe der Jahre immens gewachsen, zumal er sich nach und nach zu einer Kult-Serie entwickelt hat und die Fangemeinde stetig gewachsen ist“, heißt es auf Nachfrage aus dem Rathaus. „Brocki“ und Co. hätten Leer in vielfacher Hinsicht einen erkennbaren Schub gegeben – vor allem, weil die Stadt als Reiseziel noch beliebter geworden ist. „Das erkennt man nicht nur daran, dass die Anzahl der Übernachtungen und Tagesgäste gestiegen ist“teilt Edgard Behrendt, Pressesprecher der Stadt Leer auf Nachfrage mit.
Führungen beliebt
Speziell die Nachfrage nach den Friesland-Führungen sei gestiegen. Begonnen habe man damit im Herbst 2019. Seitdem sei das Interesse enorm gestiegen. Im vergangenen Jahr habe man rund 980 Teilnehmer an 34 Terminen gezählt. Es zeichne sich schon jetzt ab, dass dieser Wert 2023 aller Voraussicht nach deutlich übertroffen werde. „Weil die Nachfrage immer größer wird, sind wir 2023 erstmals bereits im Februar mit den Führungen angefangen. Sonst war der Start immer nach Ostern“, erklärt Behrendt. Alleine im vergangenen Monat habe es 136 Teilnehmer gegeben.
Mittlerweile gibt es 17 Teile, in denen auch immer wieder Statisten aus der Region auftauchen. Vor zehn Jahren hatte es sogar ein großes Casting für mögliche Laiendarsteller gegeben. Zahlreiche Filme von „Artenvielfalt“ (Teil 17) bis „Hand und Fuß“ (Teil neun) sind auch jetzt noch in der ZDF-Mediathek abrufbar. Teil 18 wird voraussichtlich ab dem 6. Mai dort zu schauen sein. Im Fernsehen soll „Landfluchten“ laut ZDF-Homepage am 13. Mai zu sehen sein. Der Krimi wird dann parallel zum Eurovision Song Contest 2023 gezeigt.