Stürmer kommt von Pewsum  Bezirksliga-Torjäger Keno Buß wechselt zu Kickers Emden

| | 04.05.2023 13:12 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Keno Buß stürmt künftig für Kickers Emden. Archivfoto: Doden
Keno Buß stürmt künftig für Kickers Emden. Archivfoto: Doden
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Der Kader von Kickers Emden für die neue Oberliga-Spielzeit nimmt immer konkretere Formen an. Vom Bezirksligisten TuS Pewsum wechselt Keno Buß zum BSV.

Emden - Stürmer Keno Buß hatte vor Kurzem bekanntgegeben, den TuS Pewsum doch zu verlassen und seine Entscheidung in Kürze zu treffen. Nun ist sie gefallen. Der Torjäger, der in den letzten vier Jahren für die Krummhörner auflief, wagt den Sprung in die Oberliga.

„Keno steht sinnbildlich für unseren neuen Weg! Er ist ein waschechter Ostfriese, heimatverbunden, hat mega Bock auf Kickers und ist noch dazu ein echter Torjäger. Wir trauen ihm zu, mit seiner unbekümmerten und wuchtigen Art auch in der Oberliga wichtige Tore für uns zu schießen. Wir freuen uns sehr, dass Keno unseren neu eingeschlagenen Weg trotz zahlreicher Angebote mitgeht“, teilte der neue Macher Henning Rießelmann mit.

So kam es zum Sinneswandel

Buß hatte den Pewsumern eigentlich auch schon seine Zusage für die kommende Spielzeit gegeben, ebenso wie sein Vater und Coach Bernd. Dann traf der TuS Mitte März die Entscheidung, im Sommer einen Trainerwechsel vorzunehmen und auf Jonas Petersen zu setzen. Nach diesem Sinneswandel zog auch Angreifer Keno Buß seine Zusage zurück. Der Stürmer traf in dieser Spielzeit bislang 17-mal und zählt zu den treffsichersten Torjägern der Bezirksliga.

„Damit habe ich selber nicht mehr gerechnet. Bei mir hat sich direkt Henning Rießelmann gemeldet, das kam eigentlich aus dem Nichts“, erklärt Buß. Er war davon ausgegangen, sich in Kürze zwischen dem Bezirksligisten FC Norden und dem Landesligisten GW Firrel zu entscheiden. „Mit beiden Vereinen hatte ich auch sehr gute Gespräche und dann kam das Angebot von Kickers Emden“, berichtet Buß über die überraschende Wende.

Buß traut sich die Oberliga zu

Dann hat Rießelmann auch ihm das neue Konzept erklärt, verstärkt auf Spieler aus der Region zu setzen. „So eine Chance kommt so schnell sicher nicht wieder, die wollte ich unbedingt nutzen. Ich traue mir zu, auch in der Oberliga meine Tore zu schießen“, meinte Buß. Natürlich sei ihm vollkommen klar, dass in der Oberliga eine ganz andere Qualität auf ihn warte.

Den höheren Zeitaufwand mit drei Trainingseinheiten in der Woche kann er gut bewältigen. Aktuell macht er ein duales Studium (Betriebswirtschaftslehre in Lingen), arbeitet für eine Firma in Emden und wohnt weiterhin bei seinen Eltern in Suurhusen.

Schon Vater Bernd spielte für Kickers

Und wie hat sein Vater die Entscheidung aufgenommen? „Aus Trainersicht hätte er sich natürlich gefreut, wenn ich mit ihm nach Norden gegangen wäre. Aber er hat ja selber früher für Kickers gespielt und freut sich mit mir, dass ich solch eine Möglichkeit bekommen habe“, so Keno Buß.

Rießelmann kündigte an, dass in Kürze weitere Personalentscheidungen getroffen werden. Aus dem aktuellen Kader hat nur André N’Diaye noch einen längerfristigen Vertrag und wäre noch über das Saisonende hinaus an die Emder gebunden. „Wir wollen auch mit zwei, drei weiteren Spielern aus dem aktuellen Kader die Verträge verlängern. Aber klar ist auch, dass ein größerer Umbruch nötig ist“, so Rießelmann, der sich auch das Auswärtsspiel der Emder am Freitag bei seinem Ex-Verein BW Lohne (19.30 Uhr) ansehen wird.

Folgende Spieler stehen bisher bei Kickers für die neue Saison unter Vertrag: Abwehr: Bastian Dassel, Marvin Eilerts; Mittelfeld: Heiko Visser, Andre N’Diaye, Yanic Konda; Angriff: Tido Steffens, Keno Buß (TuS Pewsum).

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