Neues Angebot in der Innenstadt Feierabendmarkt im Emder Stadtgarten hat im Juni Premiere
Entspannen, genießen und einkaufen: Pläne für einen Feierabendmarkt in der Emder Innenstadt gibt es schon seit einigen Jahren. Jetzt setzt die Stadt sie um.
Emden - Nach getaner Arbeit entspannt über den Markt schlendern, Leckereien genießen, ein paar frische Produkte einkaufen und Leute treffen: Das wird künftig auch in Emden möglich sein. Die Stadt will in diesem Jahr in der wärmeren Jahreszeit in der City erstmals einen regelmäßigen Feierabendmarkt etablieren. Er wird vom Juni bis zum September jeweils am ersten Mittwoch des jeweiligen Monats von 16 bis 20 Uhr im Stadtgarten sein. Das bestätigte Stadtmarketing-Leiterin Martje Merten dieser Zeitung auf Anfrage.
Was und warum
Darum geht es: In Emden wird es vom Juni an einmal monatlich einen Feierabendmarkt im Stadtzentrum geben.
Vor allem interessant für: Emder, die gerne in entspannter Atmosphäre mit Freunden und Bekannten etwas essen, trinken oder einkaufen wollen, sowie Touristen, die sich in Emden aufhalten und in der Innenstadt etwas erleben wollen.
Deshalb berichten wir: Die Pläne für den Feierabendmarkt sind nicht ganz neu. Wir haben deshalb bei der Stadt nach dem Stand der Dinge gefragt und erfahren, dass der Markt im Juni Premiere haben wird. Den Autor erreichen Sie unter: h.mueller@zgo.de
Das Projekt ist nicht ganz neu. Erste Überlegungen hatte es schon vor der Corona-Pandemie gegeben. Neuen Schub bekamen die Planungen vor etwa einem Jahr. Damals verständigten sich Stadt und Marktbeschicker darauf, den klassischen Wochenmarkt auf Dauer an seinem angestammten Platz auf dem Neuen Markt zu belassen und nicht in den Stadtgarten zu verlegen. In diesem Zusammenhang kam auch der Feierabendmarkt wieder ins Gespräch.
Partner aus Handel und Gastronomie im Boot
Laut Merten scheiterte die zunächst für 2022 geplante Umsetzung unter anderem wegen des akuten Personalmangels bei Markthändlern und gastronomischen Partnern. Deshalb verschoben die Initiatoren das Vorhaben auf dieses Jahr. Federführend ist die städtische Tochtergesellschaft Wirtschaftsförderung & Stadtmarketing, bei der auch Merten beschäftigt ist. Als Partner gewann sie den Emder Käsehändler Frans Posthumus sowie das Gastronomen-Ehepaar Elke und Rainer Ahlers vom Hotel Goldener Adler.
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Posthumus, dessen Verkaufswagen für Käse und Nüsse unter anderem auch auf dem Emder Wochenmarkt steht, treibt die Idee des Feierabendmarktes schon seit einigen Jahren um. Als einer von wenigen Händlern des Emder Wochenmarktes hatte der gebürtige Niederländer stets auch den Stadtgarten als Standort des klassischen Wochenmarktes favorisiert. Dabei hatte er auch die Touristen im Blick.
Markt soll die Innenstadt beleben
Der Feierabendmarkt ist aber auch ein ausdrücklicher Wunsch von Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos). Er und das Team vom Stadtmarketing sehen darin ein weiteres Mosaiksteinchen, den Erlebnischarakter und die Aufenthaltsqualität der Innenstadt zu erhöhen.
Das neue Angebot soll sich deutlich vom traditionellen Emder Wochenmarkt unterscheiden und ist deshalb auch nicht an einen der drei wöchentlichen Markttage (dienstags, freitags und sonnabends) gekoppelt. „Es soll vielmehr eine Ergänzung dazu sein“, sagte Martje Merten dieser Zeitung.
Bislang feste Zusagen für sieben Stände
Der Fokus liege darauf, für Einheimische und Touristen einen Treffpunkt in der Innenstadt zum Verweilen, zum Genießen und zum Begegnen zu schaffen. Dafür werden auch Tische und Bänke aufgestellt. Berufstätige, die vormittags arbeiten und deshalb nicht auf den klassischen Wochenmarkt gehen können, sollen aber auch frische Produkte einkaufen können.
Bislang haben die Organisatoren feste Zusagen für sieben Stände. Darunter sind das Hotel Goldener Adler, das an seinem Verkaufswagen „Der kleine Adler“ Fischspezialitäten und an einem weiteren Stand Weine vom badischen Weingut Adler zum Verkosten anbieten will, Käse Frans, der auch einiges zum Probieren präsentiert, sowie der Krummhörner Biolandhof „Lüttje Plaats“ der gemeinnützigen Gesellschaft Agilio. Mit weiteren Beschickern sei man im Gespräch, sagte Merten.
Auch Vereine können sich präsentieren
Nach ihren Angaben können sich auch Vereine und Verbände auf dem Markt präsentieren oder besondere Projekte vorstellen. „Das Ganze kann wachsen“, sagte die Leiterin des Stadtmarketings. Man wolle aber „erst einmal anfangen“ und testen, wie der Zuspruch ist. Merten ist aber zuversichtlich, dass das Konzept aufgeht: „Ich glaube, dass es funktioniert“.
Die Händler des traditionellen Emder Wochenmarktes sehen das neue Angebot wohlwollend. Mit ihnen hatte die Stadt im Vorfeld darüber gesprochen. „Das ist grundsätzlich eine gute Idee“, sagte Anke Wilts, Sprecherin der Wochenmarkthändler dieser Zeitung. Sie sieht in dem Feierabendmarkt keine Konkurrenz, sondern eher eine Ergänzung. „Das kann durchaus auch auf positive Impulse für unseren Wochenmarkt bringen“, meint sie, zumal auch angestammte Händler im Stadtgarten vertreten sein werden. Neu-Kunden könnten so auch auf den Wochenmarkt aufmerksam werden.
Ganz neu ist die Idee für Emden indes nicht. Die Hochschule in Emden organisiert bereits seit einigen Jahren dreimal im Jahr einen sogenannten nachhaltigen Feierabend auf ihrem Campus. Dort werden in entspannter Atmosphäre ökologische, regionale und faire Produkte angeboten. Die erste Termin in diesem Jahr ist am 17. Mai von 16 bis 19 Uhr. In vielen anderen deutschen Städten haben sich Feierabendmärkte nach ähnlichen Konzepten wie in Emden längst etabliert.