Osnabrück  Bistum Osnabrück: Neues Gremium für Bischofswahl nimmt Arbeit auf

Anke Schneider
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Von Anke Schneider
| 09.05.2023 13:29 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Gremium zur Vorbereitung der Bischofswahl hat sich konstituiert. Neun Frauen und Männer ergänzen das Domkapitel zu Osnabrück. Foto: Jörn Martens
Das Gremium zur Vorbereitung der Bischofswahl hat sich konstituiert. Neun Frauen und Männer ergänzen das Domkapitel zu Osnabrück. Foto: Jörn Martens
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Neun Frauen und Männer aus dem Bistum Osnabrück kamen am Wochenende erstmals mit den neun Mitgliedern des Osnabrücker Domkapitels zusammen, um gemeinsam die Wahl eines neuen Bischofs vorzubereiten.

Bei einem Klausurtag hat sich die Gruppe mit den Bedingungen des anstehenden Wahlverfahrens und mit der Frage nach Kriterien zur Ermittlung möglicher Kandidaten für das Bischofsamt beschäftigt, teilt das Bischöfliche Generalvikariat mit. Hintergrund ist ein Beschluss des Synodalen Weges in Deutschland, nach dem auch Nichtkleriker am Verfahren der Bischofswahl beteiligt werden sollen.

Das Gremium besteht neben den neun Domkapitularen aus Personen, die weitere Perspektiven und Erfahrungen aus dem Bistum einbringen sollen. Sie wurden auf Einladung des Katholikenrats, der die ehrenamtlichen Laien im Bistum vertritt, von unterschiedlichen Gruppen und Gremien des Bistums benannt. Bischof Franz-Josef Bode hatte Ende März seinen sofortigen Rücktritt verkündet.

Dabei wurde auf eine generationen- und geschlechtergerechte Besetzung geachtet. Für den Katholikenrat selbst sind neben der Vorsitzenden Katharina Abeln die Vorstandsmitglieder Jutta Brockhage und Franz-Josef Strunk dabei, Verena Albers vertritt die Jugendverbände, Johanna Dransmann die Perspektive der Schulen, Andrea Farwick die Berufsgruppen der Gemeinde- und Pastoralreferenten sowie der Sozialpädagogen im Gemeindedienst, Martina Kreidler-Kos den Gemeinsamen Rat, Norbert Jörgens den Kirchensteuerrat und Hans Ulrich Schmiegelt die Diakone.

Die Gruppe wird unter anderem Fragen zum persönlichen Profil eines neuen Bischofs bedenken und sich über konkrete Namensvorschläge austauschen. Die Beratungen sind streng vertraulich, obwohl die einzelnen Mitglieder der Gruppe auch weitere Personen in ihrem Umfeld um Vorschläge und Ideen bitten können. Bis zu den Sommerferien sollen die Beratungen in der Gruppe abgeschlossen sein. Auf Grundlage dieser Beratungen wird dann das Domkapitel eine Liste mit konkreten Vorschlägen erstellen und über den Nuntius, den diplomatischen Vertreter des Vatikans in Deutschland, nach Rom übermitteln.

Die einzelnen Schritte bis zur Wahl und Ernennung eines neuen Bischofs sind im Wesentlichen durch Bestimmungen des Preußenkonkordats geregelt: Nach Eingang und Prüfung der Vorschläge aus dem Bistum Osnabrück und denen von anderen (Erz-)Bischöfen auf dem Gebiet des ehemaligen Staates Preußen schickt der Vatikan die sogenannte „Terna“ nach Osnabrück zurück. Aus dieser Liste mit drei Kandidaten wählen die Mitglieder des Domkapitels in freier, gleicher und geheimer Wahl einen neuen Bischof.

Weitere Infos zum Wahlverfahren gibt es unter bistum-osnabrueck.de/sedisvakanz/.

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