Neues Busverkehrskonzept Durch Parkgebühren soll in Emden der ÖPNV bezahlt werden
Der ÖPNV in Emden ist schon seit langem ein Verlustgeschäft. Durch eine bessere Vertaktung soll er attraktiver werden. Teuer bleibt es aber. Mehrausgaben sollen durch Parkgebühren gedeckt werden.
Emden - Der Busverkehr soll in Emden deutlich verbessert werden. Das neu konzipierte Hauptnetz soll ab 2025 aus drei Linien im 30-Minuten-Takt bestehen, die sich in Teilabschnitten zu einem 15-Minuten-Takt überlagern. So entsteht ein 15-Minuten-Takt zwischen dem Hauptbahnhof und der Straße „Am Delft/ Rathaus“ sowie zur Kunsthalle und damit eine doppelte Taktdichte in der Innenstadt. Die Bedienung in den nachfragestärksten Bereichen auf den Hauptlinien wird damit verbessert, heißt es von der Stadt.
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Die jährlichen Betriebskosten sollen sich nach Schätzung des Gutachters auf rund 3,2 Millionen Euro belaufen, so die Stadt weiter. „Zur Deckung der Mehrausgaben wird eine konsequente Parkraumbewirtschaftung und Anpassung der Parkgebühren innerhalb des Wallrings umgesetzt“, schlägt die Verwaltung nun in einem Beschluss für den Stadtentwicklungsausschuss vor. Dieser tagt am Donnerstag öffentlich. Alle Interessierten können ab 17 Uhr in den Ratssaal, Verwaltungsgebäude II an der Ringstraße, kommen.
Parken soll teurer werden
Ein neues Parkraum-Bewirtschaftungskonzept wurde bereits erstellt und in Teilen vorgestellt. Darin heißt es unter anderem, dass die Parkplatzsuchverkehre reduziert werden sollen. Weil derzeit ungeordnet kostenlose und kostenpflichtige Parkplätze nebeneinanderliegen, sind die meisten Autofahrer versucht, so lange zu suchen, bis sie einen kostenlosen Platz gefunden haben. Das soll dadurch verhindert werden, dass alle Plätze kostenpflichtig sein sollen, so ein Vorschlag.
Auch könnten die Parkgebühren insgesamt angepasst, also angehoben werden - beispielsweise könnten die Parkbuchten teurer sein, je dichter sie am Stadtkern liegen, und günstiger, wenn sie weiter am Rand sind oder in Parkhäusern.