Partie in Ottensen Kickers Emden kämpft gegen 100-Gegentore-Marke
Die Ostfriesen reisen am Sonntag zum letzten Regionalliga-Auswärtsspiel nach Hamburg. Dort müssen sie auf ihren besten Torschützen verzichten.
Emden - Für die Fußballer von Kickers Emden gibt es zum Ende der Horrorsaison in der Regionalliga nur noch zwei statistische Miniziele. Das Schlusslicht will in den letzten beiden Partien alles daransetzen, dass die peinliche Marke von 100 Gegentreffern – bislang sind es 94 – nicht noch erreicht wird. Und die Emder würden allzu gerne noch ihre nun schon sechs Spielen und mehr als neun Stunden währende Torflaute beenden. Ob das am Sonntag (14 Uhr) ausgerechnet beim Tabellenvierten Teutonia Ottensen gelingt, erscheint aber höchst zweifelhaft.
Denn für die Emder Tore ist eigentlich Tido Steffens verantwortlich. „Aber der ist in Ottensen aufgrund seiner 10. Gelben Karte gesperrt“, erklärt der zum Saisonende ausscheidende Teammanager Arno Janßen. Die Kartenflut für den wahrlich nicht als unfairen Akteur bekannten Stürmer spiegelt natürlich auch den Saisonfrust wider. „Für einen Stürmer sind zehn Karten eine Menge“, sagt Trainer Stefan Emmerling, der früher als Abwehrmann in der Bundesliga ordentlich hingelangt und reichlich Verwarnungen kassiert hat.
Kunstrasen als Hoffnung?
Der Ausfall von Steffens erschwert die Lage natürlich auch für den Trainer, zumal noch nicht feststeht, ob die zuletzt beim 0:4 gegen Holstein Kiel II fehlenden Leon Kugland und Alagie Jabbie (beide Adduktorenprobleme) wieder mit von der Partie sein werden.
Unser Tipp
Teutonia Ottensen – Kickers Emden 3:0. Bei Kickers ist die Luft raus. Zudem sieht die Personallage noch ungünstig aus. Da gibt es in Ottensen vermutlich nichts zu holen.
Immerhin stehen mit Matthias Goosmann (zuletzt gesperrt) und Nick Köster (verletzt) zwei Mittelfeld-Rackerer wieder zur Verfügung. Emmerling weiß, dass sich seine Akteure vor einer Woche beim 0:0 vor 1000 Zuschauern gegen Delmenhorst noch einmal zusammengerissen haben und die Kämpfertugenden danach gegen Kiel fehlten.
„Nun geht es alleine darum, uns ordentlich zu verabschieden.“ Ein wenig Hoffnung macht ihm der Kunstrasenplatz in Ottensen. „Unser letzter Sieg ist uns auf so einem Platz bei Phönix Lübeck geglückt. Vielleicht ist das ein gutes Omen.“
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