28-jähriger Auricher verurteilt  Neun Jahre und sieben Monate Haft wegen Totschlags

| | 23.05.2023 14:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Der 28-Jährige – hier beim Prozessauftakt im März – wurde stets in Handschellen in den Gerichtssaal geführt. Foto: Archiv/Ortgies
Der 28-Jährige – hier beim Prozessauftakt im März – wurde stets in Handschellen in den Gerichtssaal geführt. Foto: Archiv/Ortgies
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Weil er seine Frau erwürgt hat, muss ein 28 Jahre alter Auricher für neun Jahre und sieben Monate hinter Gitter. Vom Mordvorwurf rückte das Gericht jedoch ab.

Aurich - Es war kein Mord, sondern Totschlag: Die Schwurgerichtskammer am Landgericht Aurich hat am Dienstag einen 28-jährigen Auricher wegen Totschlags und vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von neun Jahren und sieben Monaten verurteilt.

Der Mann hatte in der Nacht zum 19. September vergangenen Jahres seine 20 Jahre alte Lebensgefährtin und Mutter der gemeinsamen Tochter in der gemeinsamen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Popenser Straße in Aurich erwürgt. Anschließend verwüstete er das Schlafzimmer und öffnete den Tresor, um es nach einem Raubüberfall aussehen zu lassen.

Der 28-Jährige wollte mit seiner Geliebten und seiner kleinen Tochter ein neues Leben in Herford (Nordrhein-Westfalen) anfangen. Die Beziehung zu seiner nach islamischem Recht angetrauten Ehefrau war zerrüttet. Es gab häufig Streit, auch in der Tatnacht. Ursprünglich war der Auricher wegen Mordes angeklagt. Die Schwurgerichtskammer sah im Unterschied zur Staatsanwaltschaft jedoch nicht das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

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