An 3. Südwieke und am Rajen  Mehrere tote Fische in Kanälen in Rhauderfehn entdeckt

Henrik Zein
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Von Henrik Zein
| 26.05.2023 12:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Einer der toten Fische, die jetzt von einem Leser entdeckt worden sind. Fotos: privat
Einer der toten Fische, die jetzt von einem Leser entdeckt worden sind. Fotos: privat
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Ein Leser dieser Zeitung schickte der Redaktion Fotos von den toten Tieren. Der Vorsitzende des Fischereivereins Rhauderfehn Torsten Kramer erklärt die Hintergründe dazu.

Rhauderfehn - In den Kanälen am Rajen und an der 3. Südwieke in Westrhauderfehn sind jüngst mehrere tote Fische entdeckt worden. Ein Leser dieser Zeitung schickte der Redaktion Fotos von den gestorbenen Tieren und fragte, was es damit auf sich hat. Der Vorsitzende des Fischereivereins Rhauderfehn, Torsten Kramer, erklärt die Hintergründe.

Woran sind die Fische gestorben?

Nach Angaben von Kramer sind sie eines natürlichen Todes gestorben. „In dieser Jahreszeit absolvieren die Fische ihr Laichgeschäft. Anschließend waren sie womöglich so geschwächt, dass sie verendet sind“, erklärt der Vorsitzende des Fischereivereins. Bei den toten Fischen in den Kanälen handelt es sich vor allem um Rotaugen und Brassen.

Die Tiere sind laut Fischereiverein eines natürlichen Todes gestorben.
Die Tiere sind laut Fischereiverein eines natürlichen Todes gestorben.

Warum schwimmen die Fische an der Wasseroberfläche?

Tote Fische sinken normalerweise zu Boden. „Aber wenn sie dort nicht von anderen Tieren gefressen werden und die Wassertemperatur - so wie jetzt - ansteigt, dann werden sie nach oben geschwemmt“, betont Kramer. Dass nun mehrere tote Fische in den Kanälen gesehen worden sind, sei für diese Jahreszeit keine Seltenheit.

Was kann der Fischereiverein machen?

Weil sich einige Bürger wegen der toten Fische auch beim Fischereiverein gemeldet hätten, hat Gewässerwart Hilko Eilers Wasserproben genommen. „Dabei sind keine Auffälligkeiten festgestellt werden. Der Sauerstoffgehalt ist ausreichend gewesen. Auch der Nitratwert war in Ordnung“, so Kramer. Wenn man von einem Fischsterben spreche, dann ist das meist aufgrund eines geringen Sauerstoffgehalts der Fall - das ist jetzt aber nicht so gewesen.

Wie bemerkt man ein Fischesterben?

„Wenn viele kleine Fische mit geöffneten Mäulern an der Wasseroberfläche sind und nach Luft schnappen, dann gibt es ein Problem“, erklärt Kramer. Dann sollte sofort die Gemeinde oder auch der Fischereiverein informiert werden.

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