Sylt Privatjet auf Sylt mit Farbe beschmiert: So reagieren der Flughafenchef und Passanten
Aktivisten der Letzten Generation haben am Dienstag auf Sylt einen Privatjet mit Farbe beschmiert. Nun meldet sich Sylts Flughafenchef Peter Douven zu Wort und fordert Konsequenzen. Auch Passanten sind fassungslos.
Aufruhr am Flughafen Sylt am Dienstag: Aktivisten der Letzten Generation haben am Dienstag einen Privatjet mit oranger Farbe beschmiert und auf den Tragflächen ein Banner entrollt. Darauf war zu lesen: „Euer Luxus = Unsere Dürre“ und „Euer Luxus = Unsere Ernteausfälle“. Nun meldet sich Sylts Flughafenchef Peter Douven zu Wort.
Als „völlig inakzeptabel“ bezeichnete Douven die Protestaktion gegenüber shz.de. „Das ist keine Demo für den Klimaschutz, sondern Linksaktivismus.“ Die einzige angemessene Reaktion auf die Aktion der Letzten Generation am Sylter Flughafen laut Douven: „Die Erstattung von Strafanzeigen!“. Seinen Angaben nach seien die Aktivisten auf das Airport-Gelände gelangt, indem sie gewaltsam einen Sicherheitszaun zerstört hätten.
Wie viele Aktivisten der Letzten Generation an der Aktion beteiligt gewesen sind, könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, so der Flughafenchef. „Das ist zurzeit noch unklar, da sich möglicherweise weitere Aktivisten im Umfeld befinden.“ Zu Schaden gekommen sei durch die Aktion glücklicherweise niemand.
Auch Passanten nahe dem Ort des Geschehens lehnen die Aktion ab: „Es ist das richtige Ziel, aber die falsche Herangehensweise. Damit werden sie die Regierung nicht erreichen“, sagte ein 15-Jähriger. Sein gleichaltriger Kumpel findet, es sei cool, die vielen Einsatz-Fahrzeuge hier zu sehen. „Aber das beschädigte Flugzeug gehört jemandem und deswegen finde ich das nicht in Ordnung. Sie hätten sich auch auf dem Boden festkleben können.“
Eine ältere Dame, die ihren Namen nicht nennen will, reagiert deutlich empört: „Mir fehlen die Worte, ich hab dafür kein Verständnis!“
Inwieweit künftige Protestaktionen dieser Art verhindert werden sollen, kann Flughafenchef Douven nicht sagen. Für die Gefahrenabwehr sei allein die Polizei zuständig. Wie hoch der am Jet entstandene Schaden ist, sei noch schwer abzuschätzen. „Die Schadensermittlung“, so Douven, „wird noch andauern“.