Personalkarussell in Emden  Merten wird neue Spitze von Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung

| | 13.06.2023 11:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Martje Merten (hier mit Oberbürgermeister Tim Kruithoff) erklimmt die Karriereleiter weiter: Zum 1. Juli wird sie Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing der Stadt Emden GmbH. Foto: Hanssen
Martje Merten (hier mit Oberbürgermeister Tim Kruithoff) erklimmt die Karriereleiter weiter: Zum 1. Juli wird sie Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing der Stadt Emden GmbH. Foto: Hanssen
Artikel teilen:

Die Emder Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing GmbH wird umgekrempelt und bekommt eine neue Geschäftsführerin. Was das mit dem Hafen und dem Matjesfest zu tun hat.

Emden - Nachdem der Emder Wirtschaftsförderer Stefan Klaassen und die Innenstadtkoordinatorin Julia Lüder relativ überraschend gekündigt hatten, hat sich die Emder Stadtverwaltung etwas überlegt. Die Lösung: Martje Merten. Die 30-Jährige wird zum 1. Juli von der Position der Stadtmarketingleiterin befördert, die sie erst seit 2022 innehat. Zuvor war sie seit 2019 Innenstadtkoordinatorin. Das teilten Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) und Merten bei einem kurzfristig anberaumten Pressetermin am Dienstag mit. Merten wird Geschäftsführerin des städtischen Tochterunternehmens Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing GmbH. Damit ist auch ein Umzug von der Tourist-Info am Stadtgarten in den sogenannten Hub im Frisiapark verbunden.

Zum Wochenende hin soll eine neue Prokuristenstelle ausgeschrieben werden, kündigt Kruithoff an. Gesucht wird kein neuer klassischer Wirtschaftsförderer. Der neue Posten soll mehr mit der Hafenförderung zu tun haben. Darauf habe man sich in Beratungen mit der Hafenförderungsgesellschaft, der Reinhard Hegewald vorsteht, geeinigt. Die Stadt wolle mit der neuen Stelle intensiver Themen wie die Hafenentwicklung, Energie und Logistik unterstützen, so Kruithoff. Man wolle die Stelle als Prokurist, also Stellvertreter, mit einer entsprechend besseren Vergütung besetzen, um im von Fachkräftemangel geplagten Arbeitsmarkt hochkarätige Personen anzusprechen. Nach eineinhalb Jahren könnte die Person zur Co-Geschäftsführung neben Merten aufsteigen. Die Politik stimmte dem Personalwechsel im Rat am Montag zu. Die Neubesetzungen seien kostenneutral, so Kruithoff. Es werde nicht mehr ausgegeben, das Geld nur anders auf die Stellen verteilt.

Was passiert mit der Innenstadt?

Zum 1. Juli soll auch der Posten der Innenstadtkoordinatorin neu besetzt werden, sagt Martje Merten. Julia Kruse, die bereits die Tchibo-Filiale in Emden geleitet habe und derzeit ein Einzelhandelsunternehmen mit rund 50 Mitarbeitern in der Region führe, tritt die Stelle an. Sie habe sich initiativ für den Posten beworben und habe mit einer „neuen Perspektive“ überzeugt. Die gebürtige Emderin kenne viele im Einzelhandel und in Einzelhandelsverbänden. „Ab dem Sommer werden wir wieder ein schlagkräftiges Team“, so Merten. Die Exposés zu Leerständen in der Innenstadt seien nun auch fertig und man wolle proaktiv Filialisten und Einzelhändler ansprechen, so Kruithoff. „Wir haben einen guten Rahmen geschaffen für Einzelhandelsbetriebe.“

Der Rat der Stadt Emden stimmte dem Personalwechsel rund um Martje Merten (Zweite von links) am Montag zu (von rechts) Erich Bolinius (FDP), Abdou Ouedraogo (Grüne), Maria Winter (SPD), Lars Mennenga (Die Fraktion), Andrea Risius (CDU) und Michael Martens (GfE). Foto: Hanssen
Der Rat der Stadt Emden stimmte dem Personalwechsel rund um Martje Merten (Zweite von links) am Montag zu (von rechts) Erich Bolinius (FDP), Abdou Ouedraogo (Grüne), Maria Winter (SPD), Lars Mennenga (Die Fraktion), Andrea Risius (CDU) und Michael Martens (GfE). Foto: Hanssen

Dadurch, dass Martje Merten nicht mehr Teamleitung des Stadtmarketings sein wird, rückt eine Nachwuchskraft auf eine etwas abgewertete Stelle nach, erklärte der Oberbürgermeister. In der neuen Sachbearbeitungsposition gehe es darum, die vielen guten Ideen aus dem Team auch umzusetzen. Der Einzelhandel soll stärker unterstützt werden - beispielsweise auch bei Kampagnen. Merten will, wenn die Co-Geschäftsführung erst einmal geregelt ist, sich auch wieder mehr auf das Stadtmarketing konzentrieren.

Gleichzeitig soll auch an die Ehrenamtlichen gedacht werden, die seit Jahrzehnten Großevents wie die Matjestage und den Weihnachtsmarkt auf die Beine stellen. Sie sollen durch einen Mitarbeiter vom städtischen Betrieb Kulturevents unterstützt werden. Das sei so mit Kulturevents-Chefin Kerstin Rogge-Mönchmeyer besprochen worden, sagte Kruithoff.

Ähnliche Artikel