Sanierung verzögert sich Schließt der neue Emder Rewe-Markt länger für den Umbau?
Eigentlich sollte der Rewe Markt im Juli oder August auf gesamter frisch sanierter Fläche öffnen. Daraus wird aber nichts. Und es gibt weitere schlechte Nachrichten.
Emden - Kaum ein Bauvorhaben steht in dieser Zeit unter einem guten Stern. Auch bei der Sanierung des ehemaligen und deutlich in die Jahre gekommenen Real-Marktes im Emder Stadtteil Harsweg gibt es Probleme. Im vergangenen Juli war bereits in einen Teilbereich des Gebäudes eine Filiale der Lebensmittel-Kette Rewe eingezogen. Innerhalb von vier Wochen hatten Handwerker den Markt zuvor so weit hergerichtet. Man habe den Rewe-Standort so schnell eröffnen wollen, um allen fast 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Real-Filiale eine Übernahme anzubieten, hieß es damals. Es ist der erste Rewe-Markt in Ostfriesland.
Was und warum
Darum geht es: die Sanierung des ersten Rewe-Markts in Ostfriesland
Vor allem interessant für: Kundinnen und Kunden, die bei Rewe einkaufen
Deshalb berichten wir: Wir hatten aus Mitarbeiterkreisen des Rewe-Markts gehört, dass die Filiale wegen des Umbaus längere Zeit schließen würde. Daher haben wir bei der Pressestelle nachgefragt. Die Autorin erreichen Sie unter: m.hanssen@zgo.de
Parallel wurde seitdem im hinteren Bereich der Einkaufsfläche, die mit insgesamt 4000 Quadratmetern eine der größten in der Region ist, weiter gearbeitet. Um Ostern herum sollte dann die komplette Neueröffnung gefeiert werden. Auf Nachfrage dieser Zeitung im Januar hieß es dann aber bereits von der Rewe-Pressestelle, dass der Abschluss der Modernisierungsarbeiten sich auf Ende Juli/Anfang August verschieben werde. Der Zeitrahmen aber ist nicht mehr zu halten, heißt es nun.
Wann eröffnet der Markt komplett?
„Die Eröffnung unseres REWE-Marktes in Emden wird sich aufgrund verlängerter Lieferzeiten von Baumaterialien auf den Herbst 2023 verzögern“, heißt es nun von der Pressestelle auf Nachfrage. Die Umbauphase soll etwa drei Monate in Anspruch nehmen. Ab dem 17. Juli soll es losgehen.
Wie lange schließt der Markt?
Diese Zeitung hatte im Voraus aus dem Emder Mitarbeiterkreis gehört, dass der Standort für den Umbau längere Zeit schließen werde. Von mehreren Monaten war dort die Rede. Auf die direkte Frage hin, ob der Markt die vollen drei Monate geschlossen sein wird oder ob zum Teil Einkauf und Sanierung wieder parallel laufen könnten, bittet die Sprecherin um Verständnis dafür, „dass wir Ihnen derzeit keine detaillierteren Infos nennen können“.
Die Gesamtfläche des Marktes soll auf das Rewe-Konzept umgestellt werden. Das war schon auf dem aktuellen Teilbereich erkennbar. Das Besondere sind unter anderem sogenannte Workpoints, die im Backshop, an der Fleisch- und Käsetheke und im Frischebereich integriert sind. Die Kunden können sich dort live anschauen, wie die Produkte zubereitet werden. Auch einen Abholservice gibt es: Kunden können ihre Ware online bestellen und noch am selben Tag abholen. Kassen zum Selberscannen sollen einen schnellen Bezahlvorgang ermöglichen.
Wie zufrieden ist Rewe mit dem Emder Standort?
Bislang konnte ja nur auf der kleineren Fläche das Kundenaufkommen berücksichtigt werden, doch die Rewe-Sprecherin erklärt: „Die bisherige Übergangslösung wird von unseren Kund:innen sehr gut angenommen.“ Trotz des erhöhten Aufwands besteht also offenbar kein Zweifel an dem Standort.
Auch die Stadtverwaltung hatte von Anfang an positiv auf die Ansiedlung reagiert. An dem ehemaligen Real-Standort in Emden-Harsweg befanden sich vorher auch Märkte anderer Konzerne, darunter der weltgrößte Einzelhandelskonzern Wal-Mart aus den USA, Continent und Co op. Doch die Gebäude - es gab zuletzt neben dem Real-Markt auch noch einen Real-Getränkemarkt - waren an einer von Emdens Einfallstraße zusehends in die Jahre gekommen. Seit Jahren stockt eine erhoffte großflächige Umgestaltung des dortigen Gewerbegebietes.
Was hat Rewe in Ostfriesland noch vor?
Dass die Region noch ein so weißer Fleck in Sachen Rewe-Standorte ist, verwundert. In anderen Gegenden Deutschlands reiht sich eine Filiale an die nächste. Rewe gilt als zweitgrößter Lebensmitteleinzelhändler nach Edeka. Vor der Emder Niederlassung hatte es nur bislang drei „Rewe to go“ in Aurich, Leer und Hesel, die in Kooperation mit Aral-Tankstellen den Einkauf unterwegs ermöglichen, gegeben. Anfang des Jahres war im Gespräch, dass Rewe ins Auricher Caro-Einkaufszentrum einziehen könnte. Der Konzern dementierte das aber gegenüber dieser Zeitung. Auch in der Leeraner Innenstadt wurde schon von einer Ansiedlung gesprochen. Bislang wurden die Gerüchte aber nicht bestätigt.
Aus Real wird Rewe: Neueröffnung nach Umbau für Ostern geplant
Lidl plant noch, Edeka im Zeitplan und Rewe im Endspurt
Neues Rewe-Center öffnet