Politik uneinig Was gibt‘s Neues zum Jugendplatz in Hinte?
Erst war das Gewerbegebiet im Gespräch, jetzt das Haus Simon. Beide Vorschläge finden nur wenig Zuspruch. Nun hat die Verwaltung eine neue Idee ins Spiel gebracht.
Hinte - Jugendliche sind laut, machen Dreck und stören die Anwohner. Dass man das so nicht verallgemeinern kann, sollte jedem klar sein. In der Politik kommen aber genau diese Punkte immer wieder auf den Tisch, wenn es um das Thema Jugendplätze geht. Dafür einen geeigneten Ort zu finden, fällt den Entscheidungsträgern offenbar immer wieder schwer - so auch in Hinte.
Hinte – bald eine Dorfregion mit Plan
Hier entsteht Hintes erster Jugendplatz
Für den Jugendplatz Hinte fehlt noch der Standort
Mehr Platz für die Jugend
Bei der Ausschusssitzung für nachhaltige Gemeindeentwicklung am Dienstag kamen zwei weitere Vorschläge auf - einer von ihnen wurde allerdings direkt wieder abgewunken. FDP-Ratsmitglied Jörg Appel hatte angeregt, dass die Verwaltung die Möglichkeit prüfen soll, ob der Jugendplatz nicht am Haus Simon entstehen könne. In dem entsprechenden Antrag der Fraktion heißt es, dass seit vielen Monaten feststehe, dass ein Jugendplatz in der Gemeinde gewünscht und sogar förderbar wäre. „Leider stellen wir fest, dass hier bis einschließlich heute immer noch kein Konzept zur Umsetzung vorliegt, beziehungsweise überhaupt ein Standort verbindlich auf den Weg gebracht wurde.“
Jugendplatz am Haus Simon?
Die bisherige Überlegung, den Platz im Gewerbegebiet anzulegen, finde die Gruppe FDP/FLH „sehr fragwürdig“ - die Jugendlichen würden so ins Gewerbegebiet „abgeschoben“. In dem Haushalt der Gemeinde wurden 43.000 Euro für die Schaffung des Platzes eingeplant - 35.000 Euro davon sollen aus dem niedersächsischen Aktionsprogramm „Startklar in die Zukunft“ kommen. Die FPD kritisiert zudem, dass bei dem möglichen Standort im Gewerbegebiet weder zugängliche Toiletten, noch eine Überdachung mit Beleuchtung, Stromanschluss und Internet vorhanden sind. In welcher Form man dort baulich tätig werden müsste und welche Kosten dort entstehen würden, sei noch völlig offen. „Wir sind auch von Bürgern angesprochen worden“, sagte Appel am Dienstag. Der Tenor: die bisherigen Pläne stehe man eher kritisch gegenüber.
Der Standort am Haus Simon wäre aus Sicht der FDP ideal - „Dort könnte man die Terrasse des Gebäudes überdachen, man hätte den Zugang zu den Toiletten
(auch behindertengerecht), Zugang zu den Räumlichkeiten wäre ebenfalls möglich, W-Lan und weitere Technik sind ebenfalls schon da“, schreibt die FDP in ihrem Antrag. Im Außenbereich könne man Tischtennisplatten und einen Basketballplatz aufstellen. „Die Jugendlichen wären dort zentral und sicher untergebracht, mit Wertschätzung aber auch mit Eigenverantwortung.“
Für den Vorschlag der FDP gab es am Dienstag keinen Zuspruch. CDU und SPD sprachen sich dafür aus, einen möglichen Platz gemeinsam mit der Jugend zu finden.
Vorschlag der Verwaltung
Einen weiteren Vorschlag gab es im Anschluss von der Verwaltung: Laut Norbert Dubbels, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung, hatte die Verwaltung „auch eine Stelle gefunden“, die anders als der bisherige Vorschlag „nicht so nah am Combi“ liege. Diesen Vorschlag habe man auch schon einem Vertreter der Hinteraner Jugend vorgestellt: „Der fand das klasse“, sagte Dubbels am Dienstag.
Nach den Vorstellungen der Verwaltung soll der Platz möglichst modular gestaltet werden, damit - sollte in fünf bis zehn Jahren das Interesse schwinden - nicht alles wieder abgerissen werden müsse. Wo genau dieser Platz liegt, wollte er der Presse gegenüber aber noch nicht sagen. Stattdessen werde der Vorschlag nun in die Parteien getragen, so dass die politischen Vertreter sich darüber beraten können. Wann es dann weiter geht in Sachen Jugendplatz in Hinte, bleibt also nach wie vor unklar.