Rüspel  Stilles Comeback: Fynn Kliemann zurück an der Spitze des „Kliemannslandes“

Maria Lentz
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Von Maria Lentz
| 23.06.2023 13:39 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Influencer Fynn Kliemann erlebte vergangenen Sommer einen Absturz. Nun scheint er sich langsam wieder aufzurappeln. Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich
Influencer Fynn Kliemann erlebte vergangenen Sommer einen Absturz. Nun scheint er sich langsam wieder aufzurappeln. Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich
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Es war der Absturz eines gefeierten Influencers: Im Sommer 2022 erlebte Fynn Kliemann einen medialen Shitstorm, die Staatsanwaltschaft ermittelte, er zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. Nun ist er still und heimlich als Geschäftsführer des „Kliemannslandes“ zurückgekehrt.

Fynn Kliemann ist zurück. Der einst gefeierte Youtube-Star ist wieder Geschäftsführer seines „Kliemannslandes“ – und das bereits seit 11. April dieses Jahres. Das zeigt ein Blick in das Handelsregister. Und auch im Impressum der Unternehmenswebseite wird sein Name wieder als Geschäftsführer genannt.

Kliemann war im Juli 2022 von seinem Posten zurückgetreten, nachdem schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben worden waren. Bereits seit Mai stand der Youtuber öffentlich in der Kritik, nachdem ihm das „ZDF Magazin Royale“ Betrug beim Handel mit Masken in der Corona-Pandemie vorgeworfen hatte. Die Staatsanwaltschaft in Stade nahm anschließend Ermittlungen auf.

Auch das Team des „Kliemannslandes“ distanzierte sich damals öffentlich vom Gründer des Kreativhofs. In einem Video auf dem dazugehörigen Youtube-Kanal betonten die Mitarbeitenden unter anderem, dass Fynn Kliemann nicht das „Kliemannsland“ sei, er sei nur ein Teil davon. Neuer Geschäftsführer wurde daraufhin Bastian Orthmann.

Im März 2023 sind die Ermittlungen gegen Fynn Kliemann eingestellt worden. „Alle strafbaren Handlungen im Zusammenhang mit den Masken sind erledigt“, teilte Oberstaatsanwalt Kai Thomas Breas von der zuständigen Staatsanwaltschaft Stade damals mit. Im Gegenzug zahlte der Youtuber eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro, die gemeinnützigen Organisationen zugutekommt.

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In einem Interview mit der „Welt“ zeigte sich der Influencer erleichtert, aber auch reumütig: Dass die Betrugsvorwürfe „falsch“ seien, sei für ihn persönlich sehr wichtig. Unabhängig davon habe er „nicht alles richtig gemacht“. „Ich habe mir alles schöngeredet, den Fokus verloren und falsche Entscheidungen getroffen.“ Zu seiner Rückkehr an die Spitze des „Kliemannslandes“ äußerte er sich bisher nicht. Sie verlief stillschweigend.

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