Emder Lösung Darum ist die Ampel vor dem Rathaus vorerst ausgeschaltet
Vor dem alten Emder Rathaus ist die Ampelanlage ausgeschaltet. Das wird nun auch länger so bleiben und soll den Verkehr entzerren. Es gibt nämlich ein Problem – oder auch zwei.
Emden - In der Emder Neutorstraße könnte der Verkehr in Zukunft etwas besser fließen. Wie angekündigt, hat die Stadtverwaltung nach der Hafenmeile und dem Christopher-Street-Day, die beide am Wochenende stattfanden, die Ampelanlage vor dem alten Rathaus ausgeschaltet. Normalerweise ist sie nur nachts deaktiviert, ab 10 Uhr aber läuft sie - und zeigt den hüpfenden Otto Waalkes.
In der Neutorstraße sollen die Ampeln ganz ausgeschaltet werden
Schuhhändler putzt Autoscheiben im Neutorstraßen-Stau
Bei der Straßen-Markierung musste noch einmal nachgebessert werden
Damit ist jetzt vorerst Schluss - und das mindestens bis zum Ende der Sommerferien. Denn: Seit dem Ende des letzten Verkehrsexperiments in der wichtigen Verkehrsachse der Stadt kommt es häufig zu Rückstau in der Straße. Es gibt nämlich vor dem Rathaus nicht mehr zwei Spuren, eine zum Geradeausfahren und eine zum Abbiegen, sondern nur noch eine. Weil die Ampelanlage aber gleichzeitig noch nicht neu programmiert ist, weil das Unternehmen Unify (ehemals Siemens) das bislang nicht erledigt hat, brauchten die Autos zum Teil mehr als drei Minuten für die Durchfahrt, wie FDP-Ratsherr Erich Bolinius beobachtet hat. Darüber beschwerte er sich in der letzten Ratssitzung.
Anfang August soll Unify anrücken, sagte Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) im Rat. Um die Wartezeit zu überbrücken, hatte sich die Verwaltung für das Abschalten entschieden. Nun soll geschaut werden, ob die Maßnahme eventuell auch dauerhaft Erleichterung bringen könnte. Die Neutorstraße soll noch saniert werden, damit die aktuelle Einbahnstraßen-Verkehrsführung mit breiten Radstreifen besser zur Geltung kommt. Wann die Arbeiten starten, ist aber nicht klar. Sie sollen Mitte 2026 abgeschlossen sein.