Berlin  Lindner bei „Maischberger“: Wahlempfehlung für die Linke war ein „Witz“

Jakob Patzke
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Von Jakob Patzke
| 06.07.2023 12:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bundesfinanzminister Christian Lindner erklärte am Mittwochabend bei Sandra Maischberger ein älteres Zitat zum Scherz. Foto: IMAGO images/Political-Moments
Bundesfinanzminister Christian Lindner erklärte am Mittwochabend bei Sandra Maischberger ein älteres Zitat zum Scherz. Foto: IMAGO images/Political-Moments
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Es war ein ungewöhnlicher Vorschlag: Vergangene Woche hatte Bundesfinanzminister Christian Lindner bei einer Veranstaltung gesagt, die Bevölkerung solle statt AfD lieber die Linke wählen. Bei Sandra Maischberger war der FDP-Chef nun um Aufklärung bemüht.

Was lässt sich gegen die hohen Umfragewerte der AfD tun? Mit dieser Frage beschäftigen sich derzeit sowohl die Regierungs- als auch die Oppositionsparteien. Bundesfinanzminister und FDP-Chef Christian Lindner hatte in der vergangenen Woche mit einem ungewöhnlichen Vorschlag umso mehr für Aufsehen gesorgt.

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Bei einem Bürgerdialog in Weimar hatte er erklärt, wer aus sozialpolitischen Gründen mit der gegenwärtigen Politik unzufrieden sei, müsse nicht die AfD wählen. Stattdessen hatte Lindner vorgeschlagen:

In der Talksendung von Sandra Maischberger sprach die Moderatorin den Finanzminister auf diese Aussagen an. Lindner verwies zunächst auf den „Kontext“ seiner Äußerungen. So habe ihm eine Dame erzählt, dass ihr Sohn vielleicht AfD wählen wolle, weil dieser Sorge habe, seine Miete nicht mehr zahlen zu können.

Daraufhin habe er erwidert, wer die AfD aus sozialpolitischen Gründen wählen wolle, der habe eine „populistische Alternative.“ Maischberger schritt ein und wies darauf hin, dass Lindner das Wort „populistisch“ beim Bürgerdialog nicht verwendet hat. Dies überging der Finanzminister jedoch und erklärte, er habe weiter gesagt, dass die AfD das größte Standortrisiko für Ostdeutschland sei, denn ein weiteres Erstarken könne dazu führen, dass Investoren fernblieben.

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Maischberger schloss daraus, dass es sich um keine Wahlempfehlung für die Linke seitens des Finanzministers gehandelt habe. „Es war ein Witz“, erklärte Lindner und echauffierte sich:

Die Moderatorin erklärte, für sie habe es aber genauso geklungen, was der FDP-Chef jedoch dementierte.

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