Rat Krummhörn trifft Entscheidung Knappe Mehrheit für Schließung von Schulen
Der Rat der Gemeinde Krummhörn hat an diesem Donnerstag eine Grundsatzentscheidung getroffen: Mit knapper Mehrheit stimmten die Mitglieder für die Schließung zweier Grundschulen.
Krummhörn - Lange und mit Spannung erwartet wurde die Entscheidung über die Zukunft der Grundschulen und Kitas in der Gemeinde Krummhörn. Am Donnerstagabend war es dann soweit, von Einigkeit konnte aber keine Rede sein. Die Mehrheit war denkbar dünn.
28 Stimmberechtigte, inklusive Bürgermeisterin, nahmen an der Ratssitzung teil. Die AfD fehlte. Mit 15 Ja- und 13 Nein-Stimmen sprach sich der Rat für die Biregio-Variante aus. Demnach sollen die Grundschulen in Greetsiel und Loquard geschlossen und zu Kindertagesstätten umgebaut werden. Die Grundschulstandorte Pewsum und Jennelt bleiben erhalten und werden saniert und für die Zukunft aufgestellt. Geschlossen werden außerdem die Kita-Standorte Groothusen, Manslagt und Uttum.
Kaum Protest seitens der Eltern
Die CDU/SWK-Variante, die alle Kitas und drei Grundschulstandorte hatte erhalten wollen, kam aufgrund der gefundenen Mehrheit nicht mehr zur Abstimmung. Großen Protest von Eltern aus Loquard und Greetsiel gab es nicht. Die Elternvertreterin aus Greetsiel übergab nur zu Beginn der Sitzung gesammelte Unterschriften zum Erhalt der Grundschulen an die Krummhörner Bürgermeisterin Hilke Looden (parteilos).
Bei dem Beschluss handelt es sich um einen Grundsatzbeschluss. Die Umsetzung wird mehrere Jahre dauern. Es ist jetzt an der Gemeindeverwaltung einen Zeit- und Kostenplan zur Umsetzung zu erstellen. Ob die Elternvertreter aus Greetsiel und Loquard wie angekündigt ein Bürgerbegehren anstreben, ließen diese am Donnerstagabend offen.Kurze Wege, kurze Beine oder doch lange Wege, kurze Beine?
Bedarfsanalyse – Versagen auf ganzer Ebene
In der Krummhörn droht ein Bürgerbegehren
Zukunft der Schulen und Kitas - was sagt die Politik dazu?