Projekt ist auf dem Weg Neuer Bürgertreff im Emder Zentrum soll allen offenstehen
Bewohnerinnen und Bewohner der Innenstadt von Emden haben jetzt selbst die Initiative ergriffen, einen Bürgertreff einzurichten. Das Projekt wird konkreter.
Emden - In der Emder Innenstadt soll voraussichtlich schon bald ein Bürgertreff eingerichtet werden, der allen Bewohnerinnen und Bewohnern des Zentrums sowie angrenzender Gebiete offensteht. Nach den Vorstellungen der Initiatoren soll dieser Treffpunkt vielfältige Möglichkeiten der Begegnung, des Austausches sowie der gegenseitigen Unterstützung bieten, sich an Menschen aller Altersgruppen und aus allen sozialen Schichten richten.
Was und warum
Darum geht es: um einen Bürgertreff in der Emder Innenstadt, der in Eigeninitiative von Bewohnerinnen und Bewohnern entstehen soll
Vor allem interessant für: alle Bewohnerinnen und Bewohner der Emder Innenstadt und angrenzender Gebiete sowie diejenigen, die sich für Gemeinwesenarbeit in Kommunen interessieren
Deshalb berichten wir: Bei der jüngsten Stadtteilkonferenz Innenstadt war die Einrichtung eines Bürgertreffs Thema. Unsere Redaktion hat mit den Initiatorinnen und Initiatoren gesprochen. Den Autor erreichen Sie unter: h.mueller@zgo.de
Zur Umsetzung dieses Projektes hat sich vor einigen Wochen eine Gruppe von Bewohnerinnen und Bewohnern gebildet, die das Projekt in Eigeninitiative auf die Beine stellen will. Die Impulse dazu kamen aus der Stadtteilkonferenz Innenstadt, die regelmäßig tagt und von der städtischen Mitarbeiterin Griet Alberts koordiniert wird.
Bewohner nehmen das Heft selbst in die Hand
Alberts sitzt für den Fachdienst Gemeinwesen im Innenstadtbüro der Stadt und kümmert sich gemeinsam mit der neuen Citymanagerin Julia Kruse und Projektkoordinatorin Heika Ring um Belange des Zentrums. Der Schwerpunkt von Alberts liegt dabei auf der Gemeinwesenarbeit und soziale Aspekte.
Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Stadtteilkonferenz nahmen im Frühjahr selbst das Heft in die Hand und schoben das Projekt des Bürgertreffs an. „Das Thema stieß von Anfang an auf großes Interesse“, sagt Johannes „Urmel“ Meyering als einer der Initiatoren. Viele Leute hätten auf Anhieb ihre Bereitschaft signalisiert, sich zu beteiligen.
Initiative wünscht sich weitere Mitstreiter
Die Initiative wünscht sich aber, dass weitere Interessierte hinzukommen und sich einbringen. „Jede und jeder ist willkommen“, sagt Helena Zorn, die ebenfalls zu der Initiative gehört und das Vorhaben mit vorantreibt. Es handele sich um einen offenen Prozess. Und Meyering fügt hinzu: „Wir können noch nichts versprechen, freuen uns aber über jeden, der Lust, Zeit und Interesse hat und mit einsteigt.“ Man sei „hochgradig gespannt, wohin die Reise geht“.
Im Juni gab es bereits zwei sogenannte Werkstattgespräche, bei der Ideen zu möglichen Angeboten und zur Umsetzung des Projektes gesammelt wurden. Die Angebote sollten möglichst niederschwellig sein, sagt Helena Zorn. Als Beispiele nennt sie Spielenachmittage, einen Mutter-und-Kind-Treff, kleinere Konzerte oder Lesungen sowie Möglichkeiten, sich gegenseitig beim Ausfüllen von Formularen oder Anträgen zu helfen.
Bürgertreff soll den Zusammenhalt fördern
Der Bürgertreff sollte aber auch „eine Schnittstelle zur generationsübergreifenden Arbeit sein“ und „das Zusammenwachsen und den Zusammenhalt in dieser Stadt fördern“, fügt Mitinitiator Jan-Renko Klebert hinzu. Er betont, dass die Innenstadt in dieser Hinsicht noch ein weißer Fleck sei, während es in vielen anderen Stadtteilen solche Treffpunkte schon gebe. „Wir brauchen kreative und mutige Köpfe“, so Klebert.
Unterstützt wird das Vorhaben auch vom Seniorenbeirat der Stadt und dessen Vorsitzendem Berthold Haase. Dieses Gremium setzt sich bereits seit einigen Jahren für ein Begegnungszentrum in der Innenstadt ein, ist aber bislang mit mehreren Anläufen gescheitert. Auch Haase möchte eine Einrichtung, an der sich nicht nur Seniorinnen und Senioren, sondern alle Bürgerinnen und Bürger begegnen.
Zunächst sollen geeignete Räumlichkeiten her
Vornehmliches Ziel der Initiative ist es zunächst, geeignete Räumlichkeiten im Zentrum oder in Zentrumsnähe zu finden, um loslegen zu können. „Das wäre hilfreich, um den Prozess konstruktiv voranzubringen“, glaubt Meyering. Er hält beispielsweise auch die vorübergehende Nutzung eines leerstehenden Ladens für denkbar: „Dort könnte man den Bürgertreff für ein paar Monate beispielhaft etablieren“. Meyering hat aber auch schon andere Räumlichkeiten konkret im Blick.
Wer Interesse hat, bei der Initiative für einen Bürgertreff in der Innenstadt mitzumachen, kann sich per E-Mail an die Adresse buergertreff-emden@t-online.de wenden. Das nächste Werkstattgespräch der Initiative ist am Dienstag, 18. Juli, ab 19 Uhr in der Werkstatt im Graupferdsweg 8.